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11. May 12: Für Mutti! | culturshock-Team

Wir erinnern euch lieber daran, bevor ihr es wieder vergesst und blöd dasteht: Am Sonntag ist Muttertag. Und bevor ihr losrennt, um eine Kleinigkeit für Mutti zu besorgen – es läuft doch meistens auf ein ödes Blümchen hinaus – könnt ihr mit unserem culturtape kurz in euch gehen und über Mütter im Allgemeinen und eure eigene Mama im Speziellen mal nachdenken. Denn wenn Heintje, Rammstein, Sido und die Scissor Sisters erst einmal mit ihren Songs über die werten Mamas loslegen, könnt ihr sicher sein: Da bleibt kein Aspekt der Mutterschaft und Mutterliebe verschont. Und wenn ihr danach noch die Muße für unseren obertrashigen Bonustrack habt, wird euch ein Aspekt vergegenwärtigt, den ihr danach wahrscheinlich ganz schnell wieder vergessen wollt. Oder ihr seid um eine Idee für ein Muttertagsgeschenk reicher!

Heintje – Mama

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Der Justin Bieber der 60er Jahre darf in unserem Mutti-Tape natürlich nicht fehlen: 1967 landete der damals 12-jährige holländische Bube Hendrik Nikolaas Theodoor Simons alias Heintje den sensationellen, lieblich vorgetragenen Hit Mama, welchen er auch in Filmen aktionslos, aber kraftvoll dahin trällerte. Bis heute kennen selbst die jüngeren Hüpfer – zumindest noch die 80er-Generation – die einprägsamen Songzeilen dieses Schlagerklassikers, die immer gerne als Liebeserklärung Nummer Eins und Aufmunterungsversuch im Zusammenhang mit dem schmerzlichen Abnabelungsprozess für die Mütter verwendet werden oder spätestens von nun an verwendet werden sollten. In diesem Sinne lasset uns frohlockend mitsingen: „MAMA / Du sollst doch nicht um deinen Jungen weinen / MAMA / Einst wird das Schicksal wieder uns vereinen“.

Rammstein – Mutter

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Ja, was wär das für ein Leben ohne die Geborgenheit und Fürsorge einer Mutter? Unvorstellbar? Na, wie gut, dass Rammstein da für Aufklärung sorgen. Da schildert so ein mutterloses Geschöpf knallhart die Fakten: „Ich konnte keine Nippel lecken / Und keine Falte zum Verstecken.“ Gut, das muss man jetzt Mutti nicht unbedingt als Ständchen zu ihrem Ehrentag vorträllern, aber eins wird durch die von Rammstein beschriebene Dystopie doch deutlich: Mutter – man kann froh sein, wenn man eine hat.

Spice Girls – Mama

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Zu einer Zeit, als die Spice Girls noch “in” und erfolgreich waren, entstand diese Mutti-Hymne schlechthin. Auch das Video der fünf Grazien strotzt vor Gänsehaut verursachendem Schmalz: Im Kreis zwischen begeisterten Fans sitzend, geben sie die Liebeserklärung an ihre Mütter zum Besten. Im Hintergrund werden Fotos und Videos aus der Kindheit eingeblendet und als wäre dies nicht genug, tauchen auch noch die echten Mütter der Girls im Publikum auf. So kitschig es auch ist: um alle anerkennungswürdigen Mamis der Welt zu ehren, kann gar nicht dick genug aufgetragen werden!

Sido – Mama ist stolz

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Es ist doch immer wieder schön für die Mamas unter uns, wenn man über seinen Sohn so herrliche Dinge sagen kann wie „Er hat es geschafft!“ und stolzgeschwellt die Brust heben kann. Doch was die Mama vom dummdreisten Pseudo-Gangsta-Rapper Sido zu einem derartigen Bekenntnis bringen mag, kann man nur erahnen – oder lieber nicht. Zwar versucht sich der ‚Kleine‘ hier im fiktiven Leben eines echt herunter gekommenen Subjekts, vermasselt das ganze aber dank völlig hohler und sinnfreier Gossenromantik à la „Ich bin ein ganz Schlimmer“, um dann doch wieder zu Mama zu rennen und sich am warmen Busen mit Liebe nähren zu lassen. Immerhin, Mama ist die Beste und bei ihr sind wir immer die Helden.

Scissor Sisters – Take your Mama

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Auch wenn das knallbunte Musikvideo zu „Take your Mama” anderes vermuten lässt, ist das Leben auf dem Land wahrlich kein Zuckerschlecken. Was macht man etwa, wenn man als junger Mann zum Ziel des Dorfklatsches wird, weil man super bei den Damen ankommt aber irgendwie nie eine mit nach Hause bringt? Und wenn der Mutter dann dämmert, dass der Sohn vielleicht ‚anders‘ sein könnte? Die Antwort der Scissor Sisters: Man packt Mutti kurzerhand ins Auto, fährt mit ihr in die Lieblingsbar und zeigt ihr, dass man auch mit seiner alternativen Lebensweise gaaanz viel Spaß haben kann. Egal, inwiefern ihr nicht den Erwartungen eurer Mütter entspricht, solltet ihr euch diesen Ratschlag vielleicht mal zu Herzen nehmen und Mutti kurzerhand ausführen. Und wenn’s dabei so psychedelisch und wild zugeht, wie bei den Scissor Sisters, umso besser!

Bonustrack – Mother Lover

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Das kennen wir doch alle: Es ist Muttertag und wieder nicht daran gedacht. Und was dann? Am besten trifft man sich mit einem Gleichgesinnten, der ebenfalls im gleichen Dilemma steckt und denkt zusammen mal ordentlich nach. Nur sollte man sich davor hüten, mit wem man sich da konspiriert. Im Falle von Justin Timberlake und Andy Samberg fragt man sich dann doch, wie weit wir gehen würden, um unsere Mütter glücklich zu sehen… Zumindest Susan Sarandon und Patricia Clarkson scheinen den Ideen ihrer Pseudosöhne ganz und gar zu erliegen. Aber seht und hört vor allem selbst!

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