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04. Feb 10: Karen O and The Kids – Where the Wild Things are | Martin Müller

Flash is required!

Mit den Yeah Yeah Yeahs mischte Karen O die Indie-Rockszene auf und vermochte es, sich als begnadete Sängerin zu etablieren. Nun schuf sie mit einer All-Star Band, mit ihren Bandkollegen Nick Zinner und Brain Chase, Bradford Cox (Deerhunter), Dean Fertita (Queens Of The Stone Age, The Raconteurs, The Dead Weather) und Jack Lawrence (The Raconteurs), den Soundtrack zu Spike Jonzes Verfilmung des Kinderbuches “Where the Wild Things are” von Maurice Sendak.

Ein wunderbar verspieltes Neo-Folk-Album, dass durch den dann und wann auftretenden Kinderchor an manchen Stellen die Leichtigkeit eines Kindergeburtstages vermittelt. Doch sind es besonders die ruhigen Töne, wie in „Hideaway“, „Worried Shoes“ und „Food is Still Hot“, bei denen Karen O mit ihrer markanten Stimme und Aura vollends zu Geltung kommt. Von der Wildheit der Yeah Yeah Yeahs ist hier nicht mehr viel zu spüren, auch wenn diese bisweilen durchbricht, wie in „Heads Up“ und „Animal“. Ohne großen Pathos kommt „All is Love“ daher und hat durch diese wunderbare Einfachheit einen fast schon hymnischen Charakter. Pure Lebensfreude möchte man dem entgegen schreien. In diesen Momenten spürt man die Kraft, die sich direkt aus der Vorlage „Where the Wild Things are“ überträgt. Auch ohne den Film gesehen zu haben, wirken die Songs, was nicht jeder Soundtrack von sich behaupten kann. Ein Ritt durch fragile und krachenden Momenten macht diese Komposition zu einem ganz besonderen Album.

Where the Wild Things are von Karen O and The Kids
Erschienen: 29.09.2009 bei Interscope (Universal)

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