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Jubiläumstape

15. Oct 10: culturshock.de feiert seinen/ihren 1. Geburtstag! | culturshock-Team

Flash is required!
Cliff Richard - unser erster Gratulant

Heute vor einem Jahr erblickte unser Magazin culturshock.de das Licht der Online-Welt! Wir möchten uns bei allen bedanken, die sich regelmäßig unsere Kritiken und Kommentare zu neuen und alten Filmen, Büchern, Musikern und sonstigen bemerkenswerten popkulturellen Phänomenen reinziehen – Danke, Danke, Danke! Ein culturtape sondergleichen ist für dieses sagenhafte Ereignis natürlich mehr als angebracht, deshalb wollen wir euch heute einige unserer ganz persönlichen Lieblinge in Sachen Musikvideos vorstellen: Jedes Mitglied des culturshock-Teams hat einen Musikclip ausgewählt, der ihn/sie nachhaltig beeindruckt hat. Und ihr werdet sehen und hören: Da prallen fünf grundverschiedene Charaktere aufeinander, die doch irgendwie seit einem Jahr auf einen gemeinsamen Nenner kommen. Ihr dürft uns gratulieren und euch auf ein weiteres Jahr The Good, the Bad and the Ugly in Sachen (Pop)Kultur freuen!

Dobrila

Die tragikomische Millionärin: A Camp – „I Can Buy You”

„I Can Buy You“ ist ein Song über die Unmöglichkeit, Liebe zu erzwingen. Mit Geld könne man zwar den Angebeteten womöglich anheuern, aber eben keine Gefühle in ihm wecken. Zur Visualisierung dieses zugleich sehr lustigen und traurigen Liedchens schlüpfte A Camp-Sängerin Nina Persson in die Rolle einer reichen durchgeknallten Schnepfe, die permanent ihrem Angebeteten auflauert – dem Gitarristen ihres Solo-Projekts A Camp – und sich ihm vergeblich an den Hals schmeißt. Spätestens wenn sie nach seiner Abfuhr „Somebody told me cash is king“ vor sich hin säuselt und anschließend von dem Türsteher aus dem Club geschmissen wird, ist bei mir sowohl der Höhepunkt der Fremdscham als auch des Mitleids für diese fehlgeleitete, aber irgendwie ganz zauberhafte Millionärin erreicht. Ein Augen- und Ohrenschmaus für geschundene Seelen, die sich damit trösten können, dass selbst die Steinreichen nicht alles haben können!

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Jana

Bunt und kokett: MIKA – „Grace Kelly”

Mika, der süße libanesisch-britische Lockenkopf, ist bekannt für seine flippige Popmusik, die zum Tanzen verführt und nach jedem noch so anstrengenden Tag aufzumuntern vermag. Eine besondere Perle aus seinem ersten Album Live in Cartoon Motion ist die 2007 veröffentlichte Single „Grace Kelly“, welche offenbar eine Mini-Hommage an die einst wunderschöne Titelgeberin ist, die es von einer Schauspielerin zur Fürstin geschafft hat. Der Text über das unerwiderte Flirten und die Ungehörigkeit, von anderen nicht ebenso vergöttert zu werden, wie von einem selbst, klingt herrlich kokett und beschwingt. Wenn man sich dabei noch das Video anschaut, in dem ein biederer High-Society-Salon mit einer kleinen Grace Kelly zu einer wilden Partyhölle mutiert, möchte man nur eins: Party, Party und einen Scotch!

MIKA mit Grace Kelly

Martin

Retro-Rock par excellence : Black Rebel Motorcycle Club – „Love Burns”

Die ersten Jahre nach dem Millennium waren gute Jahre für den Rock´n´Roll der alten Schule. Es zeigte sich, dass auch aus Amerika musikalische Trendsetter kommen können und nicht immer nur aus dem UK. So erblickte 2001 die Band Black Rebel Motorcycle Club das Licht der Musikwelt und schuf mit „Love Burns“ eine unglaublich energiegeladene Ballade, die vollkommen auf irgendwelchen pompösen Instrumenten-Schnickschnack verzichtet. Allein die Kombination aus Bass, Gitarre und Drums erzeugt diese anmutige Stimmung eines nebelverrauchten Kellers mit gebrochenem Herzen. Zwar ist das Video etwas verwirrend mit seinem Schwenk in diese absurd dämliche Teenie-Party, aber BRMC bieten live genau das, was es hier zu sehen gibt. Indirekte Beleuchtung, am liebsten von hinten, drei Jungs auf der Bühne und den wuchtigen Gitarrensound. Eines meiner besten Konzerte war ihr Auftritt 2003 beim Hurricane-Festival, doch sind nunmehr die Jahre ins Land gegangen und leider haben sich BRMC von Album zu Album in eine eher weniger vorteilhafte Richtung entwickelt. Dennoch ist das 2001 erschienene Debüt „B. R. M. C.“ jetzt schon ein Klassiker und ein ‚All-time-favourite‘ für mich.

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René

Pacman lässt grüssen: La Roux – „Bulletproof”

Obwohl mit moderner Computertechnik erstellt, erinnert die Welt aus La Rouxs „Bulletproof“ an eine Zeit, als Bildschirmschoner noch Bildschirme schonten. Es dominieren einfache geometrische Formen und durch häufige Schwarz/Weiss-Wechsel ist man sich nach dem Video sicher, keine epileptischen Veranlagungen zu haben. Durch die Formgebung hat man sofort Lust, Tetris zu spielen und wartet in den dunklen Gängen darauf, dass La Roux von einem gelben Pacman-Monster aufgegessen wird. Die synthetische Hintergrundmusik erinnert zusätzlich an den Gameboy, den die meisten in ihrer Kindheit hatten, oder eben nicht.

La Roux mit Bulletproof

Romana

Total Gaga: Lady Gaga – „Telephone”

Lady Gaga ist seit ihrem ersten Video für ausgeflippte Kostüme und schräge Performances bekannt, aber bei „Telephone“ hat selbst sie sich übertroffen. Noch schnell Beyoncé mit ins Boot geholt und Thelma & Louise können sich bei der Konkurrenz schon mal warm anziehen. Musikalisch gerade mal durchschnittlich, kann man ihr mit Sicherheit nicht Unkreativität vorwerfen. Einmal tief in die Tarantino-Kiste gegriffen, kommt ein verdammt gutes Video dabei raus, das einen glatt den schlechten Song ausblenden lässt.

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