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28. Feb 10: FlashForward - Die Science-Fiction-Serie mit dem bitter-süßen Blick in die Zukunft | Jana Brinckmann

Flash is required!

Angenommen wir könnten für einen kurzen Augenblick in unsere Zukunft schauen, was würde dann passieren? Der neue Science-Fiction-Import aus den USA bringt die gesamte Menschheit auf spektakuläre Weise in genau diese Situation und liefert uns damit einen interessanten Verschwörungs- sowie Psychokrimi. Das Szenario beginnt am 06. Oktober 2010 als für exakt 2 Minuten und 17 Sekunden ein weltweiter Blackout die Menschen zu Boden fallen lässt wie überreifes Obst. Und wer zu den ‚Glücklichen‘ gehört, die nicht gerade auf dem Highway oder im Flugzeug unterwegs sind oder sich einfach nur in der Nähe eines potentiellen Gefahrenherdes aufhalten, sieht für genau 137 Sekunden wie seine Zukunft in sechs Monaten, also am 29. April 2010, ausschaut.

Nach diesem dramatischen Ereignis, das 20 Millionen Leben fordert, herrscht überwiegend Chaos, Angst und Verwirrung, denn niemand weiß: War es ein Terroranschlag, ein Zeichen Gottes oder gar eine außerirdische Macht? Auch die Visionen spalten die Menschheit grob in diejenigen, die Positives sahen und Hoffnung gewannen, und jene, welche Schlimmes erblickten, wodurch sich auch deren Gegenwart nicht unbedingt verschönert. Doch eines haben beide Parteien gemeinsam, sie richten ihr Handeln entsprechend für oder gegen die Erfüllung der eigenen visionären Zukunft aus. So wie FBI-Agent Marc Benford, der sich selbst unter bedrohlichen Bedingungen an der Aufdeckung des Mysteriums arbeiten sah und nun versucht die Visionen zu seinem Vorteil zu benutzen, indem er ‚Geistern‘ nachjagt. Jedoch haben weder das im Mittelpunkt stehende Los Angeles FBI-Team, noch die zum Teil konkurrierenden Regierungseinrichtungen, mit denen sie zusammenarbeiten einen blassen Schimmer, wie ‚gewaltig‘ der Fall tatsächlich ist…

FlashForward ist eine packende, interessante und ausgeklügelte Mischung aus Science-Fiction, Krimi und Drama, die es von der ersten Folge an versteht zu fesseln. Denn der Aufbau der Serie entspricht eher einem Film, der nicht nur ungehöriger Weise an den spannendsten Stellen unterbrochen wird, sondern auch stets zusammenhängend (!) beziehungsweise verständlich und vor allem mit Tiefgang die Handlung zum Ziel vorantreibt. Zudem überzeugen die Hauptdarsteller wie Joseph Fiennes mit ihrer emotionalen Umsetzung der wenig stereotypen Charaktere. Also Vorsicht, die Serie hat Suchtpotenzial.

 

Flashforward
HBO Entertainment, USA 2009-2010
Regie & Drehbuch u.a.: David S. Goyer, Brannon Braga
Romanvorlage: Robert J. Sawyer
Hauptdarsteller u.a.: Joseph Fiennes, John Cho, Sonya Walger
43 Min./Folge
Deutsche Erstausstrahlung: 01. März 2010 auf ProSieben

Jana Brinckmann schrieb am 03.04.2010 22:47

Ohne die "privaten Elemente" funktioniert das Konzept der Serie aber nicht, denn einerseits bergen viele "FlashForwards" wichtige Puzzleteile und andererseits kann niemand in die Zukunft schauen ohne emotionale Auswirkungen, die sowohl den Fall als auch die eigene Person verändern, deshalb ist dieses "Füllmaterial" so wichtig. Besonders ist ebenfalls, dass es keine Folgen gibt, die den Handlungsstrang NICHT voran bringen und wieviele Serien können das von sich behaupten...

Marietta schrieb am 31.03.2010 15:29

Rapider Abfall des Interesses an einem durchaus genialem Thema. Die typisch amerikanische Hackbild-aneinanderordnung ist störend und extrem nervreizend. Das Grundthema wäre wesentlich besser umgesetzt, hätte es nicht diese zähen privaten Elemente, die doch nur Füllmaterial sind. Eine technisch angehauchte Linienführung hätte nicht das bröckelnde Verhalten der mir bekannten Exzuschauer erzeugt. Meine Wertung; Typische US Dumm Sendung, schade...

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