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Wenn Frauen außer Rand und Band geraten

15. Oct 09: Doghouse - Splatter mit einer Prise britischen Humors | Martin Müller

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Was machen Männer, wenn sie Stress mit ihren Beziehungen haben? Sie gehen in den Pub, betrinken sich und entschließen sich zu richtig blöden Dingen. So auch unsere sechs britischen Freunde, die kurzer Hand aufs englische Land flüchten, um den Kopf frei und natürlich Abstand zu ihrem Leben und Liebsten zu bekommen.

Und wir ahnen schon, dass dies keine gute Idee war. Dabei ist Moodley ein scheinbares Paradies für Männer, denn statistisch kommen dort auf einen Mann vier Frauen, doch entpuppt sich das als Verhängnis für unsere Freizeit-Casanovas. Denn was die Herren nicht wissen, ist, dass der kleine beschauliche Ort im Nirgendwo ein Testgebiet für eine neue biologische Waffe der britischen Regierung ist und ein Virus alle Frauen des Ortes in männerfressende Zombies verwandelt hat. Da jene bereits ihre eigenen Männer geschlachtet haben, bietet die Busladung Frischfleisch jede Menge Spaß für den Zuschauer. So verbarrikadieren sich die unsanft Empfangenen u. a. im Spielzeugladen oder der Boutique von nebenan und liefern sich einen Geschlechterkampf bis aufs Blut… Das hier übrigens nicht das Einzige ist, was unsanft aus den Körpern tritt.

Doghouse ist eine typische moderne Splatterkomödie aus Großbritannien, die, ganz in der Tradition von Shaun of the Dead bis hin zu Severance, nicht nur für reichlich Blut und Schleim steht sondern auch gute britische Unterhaltung bietet. Und vor allem ist für beide Geschlechter gesorgt. Frauen, die schon immer mal ihren Männern mehr als nur an die Wäsche wollten, finden hier ihren Spaß, wenn die Körperteile der Herren durch den Film fliegen, zerhackt, abgeschnitten oder gar als lustige Torte serviert werden. Und auch die Herren der Schöpfung werden sich köstlichst über mancherlei Methode freuen um sich wildgewordene Frauen vom Leib zu halten, wie mit Golfbällen Zähne ausschlagen, mit selbstgebastelten Flammenwerfern für den richtigen Bräunungsgrad sorgen oder für die ganz Frustrierten, mit Äxten Köpfe spalten.

Der englische Regisseur Jake West hat mit seinem kleinen Film Razor Blade Smile von 1998 auf sich aufmerksam gemacht und eine spezielle Fangemeinde gefunden, die ihm zu einem gewissen Kultstatus verholfen hat. Auch sein Evil Aliens von 2005 ist ein typischer Funsplatter-Film, doch konnten beide Filme, mit Ausnahme der Liebhaber des derberen Humors, nicht wirklich überzeugen. Sein neuster Coup Doghouse lehnt sich jetzt mehr an Shaun of the Dead an, ohne dabei in Punkto Spritzigkeit der Dialoge und Komik an diesen heranzukommen. Wer sich aber für 89 Minuten über viel Blut, Schleim, Zer-/Gehacktes und jede Menge Spaß begeistern kann, der ist hier gut aufgehoben. Für einen schönen Abend, ohne Tiefgang aber dafür mit derben Splatterszenen, auf der Couch ist der Film einfach wunderbar. Leider schaffte es auch dieser Film nicht in den Verleih für das Kino und wurde in Deutschland nur auf dem Fantasy Filmfest 2009 gezeigt. Daher muss man leider auf die DVD zurückgreifen.

 

Doghouse, Großbritannien 2009, 85 min.
Regie: Jake West
Drehbuch: Dan Schaffer
Hauptdarsteller u.a.: Danny Dyer, Stephen Graham, Noel Clarke
Erschienen auf DVD bei: Splendid Entertainment/WVG
DVD-Start: 08.01.2010
Sprache: Deutsch, Englisch

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