Inhalt:

culturtape

18. May 12: Bärte | culturshock-Team

Rotzbremse, Schenkelbürste, Gesichtshecke, Fratzenpelz – diese Bezeichnungen belegen: Der Bart ist das wohl umstrittenste Männer-Accessoire überhaupt (selbst die Herren-Handtasche polarisiert nicht dermaßen). Dennoch oder vielleicht gerade weil er die Gemüter spaltet, ziert der Bart in allerlei Formen seit einigen Jahren die Visagen des gemeinen Hipsters von Berlin bis nach Bergisch-Gladbach. Um herauszufinden, warum der Pornobalken und seine Artverwandten einfach nicht totzukriegen sind, haben wir uns in die Musikarchive begeben und eifrig geforscht. Dabei stießen wir auf allerlei Erklärungsversuche: Der Bart sei ein beliebtes Aphrodisiakum, er eigne sich gut als Versteck, rette Leben und sei einfach Rock’n’Roll. Wagemutige Behauptungen, denen Ihr in den folgenden Videos selbst auf den Grund gehen solltet. Danach könnt Ihr immer noch entscheiden, ob ihr Magnum & Co. nacheifern wollt…

Cake – Mustache Man

Flash is required!
Welch Sex ein Schnurbart verbreiten kann, ist nicht erst seit Magnum ein Phänomen, das schier unbegreiflich scheint. Sicherlich waren dies andere Zeiten, doch das anhaltende Revival insbesondere unter den neuen Hipstern in Sachen kurzweiliger Gesichtsbehaarung, vor allem unterhalb der Nase, kann einfach nicht ignoriert werden. Cake besingen genau dieses scheinbare sexuelle Geheimnis des ‚Schnauzer-Mannes‘ mit einer Jovialität, dass es wohl wahr sein muss: der Schnauzer (und Hornbrille) bringt‘s – besonders die Frauen in Wallung. Auch wenn nicht jede den Teppich in Front eines Lieferwagens sehr romantisch empfinden mag, bleibt doch das Resultat des erotischen Mythos' Bart!

Die Ärzte – Dreitagebart

Flash is required!
Der berühmte Dreitagebart spaltet bis heute die Gemüter. Die einen finden ihn überaus sexy, weil er den Mann so verwegen aussehen lässt, die anderen finden ihn einfach nur ungepflegt. Die Ärzte haben allerdings ihre ganz eigene Theorie: Der Drei Tage Bart ist ein absolutes „Must have“ für all diejenigen Herren unter uns, die ein selbstverliebtes Dasein als Obermacker anstreben. Denn ein BMW Cabriolet mit einem rasierten Mann am Steuer geht doch wohl gar nicht, oder?

William Fitzsimmons – Find it in me

Flash is required!
Hinter urwaldähnlichem Gestrüpp im Gesicht verbirgt sich bisweilen ein zartes Seelchen, das so gar nicht nach einem Holzfäller oder Waldschrat anmuten mag. William Fitzsimmons scheint vielmehr sein mächtiges Zeichen gegen den Rasierwahn heutiger Zeiten eher als Schutzwall zu nutzen, der nur jene fernhalten soll, die zu nah kommen könnten – und dies meint nicht nur das Küssen. Im Wehklagen gegen sich selbst, seinem Egoismus und um die Angst vor der eigenen Courage schwelgt er im sanften Gitarrengeleit seiner eigenen Empfindsamkeit und rührt an. Ja, hinter womöglich willkürlich und recht unpfleglich gedeihendem Bartwuchs steckt irgendwie doch ein kleiner Junge, der nur geknuddelt werden will!

ZZ Top – Gimme all your Lovin‘

Flash is required!
Einer der coolsten Vertreter der Bart-Fraktion sind ohne Zweifel die gestandenen Männer der 70er Jahre Bluesrock-Band ZZ Top: Sie tragen ihren ganzen Stolz strubbelig und sehr lang gen Boden. Um ihren verwegenen Look noch zu komplettieren, lassen sie sich zudem eine Wampe wachsen, tragen Rockerklamotten und mysteriöse Hüte. Doch wer jetzt meint, dass diese Kerle nur auf Bier und Motorbikes stehen, der irrt gewaltig. Auch die Bärtigen von ZZ Top wollen, was jeder will: Küsse, Umarmungen und heiße Liebesnächte. Und mal ehrlich, welche Frau kann diesen Bärchen schon widerstehen?

The Beards – Shaved off his Beard

Flash is required!
Ein Bart ist nicht nur einfach ein unnötiges Übel männlicher Behaarung, sondern ein Statement – so zumindest die australischen Jungs von The Beards. Nicht nur, dass Man(n) ohne Bart nicht leben kann, sondern auch von ihm zu verlangen, jenen zu rasieren, kann tödlich enden. Daher sollte ein jeder gewarnt sein, sich zwischen einen Mann und seinen Bart zu stellen – du kannst nur verlieren! So wie die Jungs der Südstaaten-Band von Kings of Leon, die mit ihren frisch ‚geshaveten‘ Gesichtern nicht nur ihre Musik sondern auch eine ganze Lebensphilosophie verraten haben. Tja, der Bart eines Mannes ist ihm heilig. Also nehmt ja die Hände weg. – Zudem ist bei diesen Herren Hopfen und Malz in Sachen Haarpflege (allerorts) schon längst verloren!

Tom Selleck’s Moustache

Flash is required!
Zu guter Letzt: Ein Kniefall vor dem Mann, der in den 80ern den Oberlippen-Schnauzer salonfähig machte.

Seitenleiste:

Alle Beiträge aus Musik:

Abonnieren

Wir bei...

Weitersagen

Facebook

Twitter

Delicous

Weitere

Fusszeile: