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13. May 11: Im Wald | culturshock-Team

Ihr wusstet es vielleicht noch nicht und vermutlich ist es in den vergangenen ereignisreichen Monaten vollkommen untergegangen, aber: 2011 ist das Internationale Jahr der Wälder. Dies haben die Vereinten Nationen verkündet, um die für unser Ökosystem und unser aller Wohlbefinden so bedeutenden Wälder zu erhalten. Und schon kriegt man ungeheure Lust hinauszufahren, einen dieser Horte der Glückseligkeit aufzusuchen, um den Geräuschen der Natur zu lauschen, sich an einen Baum zu lehnen und das so aufregende wie nervenaufreibende Stadtleben mal kurz hinter sich zu lassen. Und nicht nur wir empfinden so: In vielen Musikvideos wurde dem Wald bereits ein Denkmal gesetzt. Darin erscheint er mal als Ort der Sehnsucht, der Rückkehr zum Ursprung, der schaurig-schönen Alpträume oder der ungeheuer kitschigen Kindheitsfantasien. Also, raus mit euch in den Wald – es muss ja nicht unbedingt wie bei Blair Witch Project enden…

Keane – Somewhere only we know

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Keane zählen zu den Meistern der melancholischen, verträumten und deshalb wunderschönen Musik – auch wenn das Hören eines kompletten Albums auf einmal Depressionen verursachen kann. In ihrer 2004 erschienenen Single „Somewhere only we know“ besingt Sänger Tom Chaplin so sanft wie eindringlich die Rückbesinnung auf die einfachsten Dinge des Lebens, von denen wir völlig vergessen haben, dass sie alles sind, was wir brauchen. Zur Freude aller Naturliebhaber und Greenpeace, stellen die Briten in diesem Musikvideo den grünen, idyllischen und vor allem überlebenswichtigen Wald als besten Repräsentanten für einen Ort vor, der all den Schmutz des urbanen Alltags dank erfrischender Gedanken – und Frischluft freilich – hinfortzuwehen vermag.

Björk – Human Behaviour

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Björk ist eine fantastische Künstlerin, die allerdings nicht immer leicht zu verstehen ist. Ihre Songs sind teilweise so konfus wie das Leben selbst und ebenso viel Wahrheit liegt darin. Das Lied „Human Behaviour” scheint hingegen – zumindest textlich – einer ihrer verständlicheren zu sein: „If you ever get close to a human / And human behavior / Be ready to get confused / There's definitely no logic / To human behavior…”. Und welch Szenerie bietet sich zu diesen Songzeilen wohl am besten an? Richtig: ein großer, weiter, einsamer Wald, der uns vor lauter Bäumen, den Wald gar nicht erkennen lässt. Deshalb wird er auch immer wieder Schauplatz der unmöglichsten und doch möglichen Dinge, wie Plüschbären-Attacken, die mit einer verschlungenen, aber lebendigen Björk in dessen Bauch enden. Großartig!

Coldplay – The Scientist

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Wunderschön und traurig zugleich ist dieser Song von Coldplay über das Ende einer Beziehung und den verzweifelten Wunsch nach einer Rückkehr zum Anfang. „Back to the start“ ist denn auch das Motto des Videos zu „The Scientist“: Zu Beginn sehen wir den Sänger Chris Martin auf einer schmuddeligen Matratze in urbaner Umgebung liegen und dann wird scheinbar zurückgespult. Er begibt sich, rückwärtsgehend, auf den Weg zum Ort des Geschehens – und zwar in ein entlegenes Waldstück, wo er und seine Video-Freundin einen Autounfall hatten. Der Wald erlangt in dieser Geschichte eine auf doppelte Weise tragische Bedeutung, als Ort des unwiederbringlichen Verlustes eines Lebens und einer Liebe.

Absolute Beginner – Füchse

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1999 brachten die Beginner, damals noch Absolute Beginner, ihren Track „Füchse“ auf den Markt und markierten in Sachen Deutscher HipHop klar ihr Revier: Sie böten ausgefuchste Rap-Exzellenz, die sich von der Masse an Quoten-MCs deutlich abhebt. Um das zu veranschaulichen, wurde der Fuchs als äußerst gerissenes Fabelwesen herangeholt und ein Video im Wald gedreht. Dort tollen Eißfeldt, Denyo und DJ Mad umher, ohne zu ahnen, dass ihnen zwei Jäger nach dem Leben und einigen Souvenirs für ihre mit ausrangierten deutschen Rap-Stars und -Attitüden geschmückte Wand trachten. Der Wald, oder vielmehr das Genre des Deutschen HipHop, als von fiesen Jägern – womöglich der Kommerz? – bedrohtes Refugium. Wer am Ende gewonnen hat, wissen wir ja…

Spice Girls – Viva Forever

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Es waren einmal fünf Spice Girls, die sich in Puppen-Elfen verwandelten und in einem riesigen Spielzeug-Automaten mitten in einem verwunschenen Wald lebten. Eines Tages wurde ihre Ruhe von zwei herumtollenden Jungs in der Pubertät gestört. Doch statt Ärger kam Freude auf und sie beschlossen sich zu zeigen und den einen der beiden Jungs – warum nur den einen, wird wohl ein Geheimnis bleiben – etwas Maggie in glitzernder Pulverform ins Gesicht zu pusten. Entzückt durch die niedlichen Fratzen, schnellt der Bube durch den Wald zu der Behausung der Elfen und wirft sie zurück in den Automaten. Warum? Tja, wahrscheinlich weil es märchenhafte Erinnerungen an die erste Liebe im Wald sind?

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