Inhalt:

culturtape

02. Jul 10: Städtetour | culturshock-Team

Es ist endlich so richtig Sommer, die großen Ferien, ob nun für Schüler oder Studenten oder all jene, die einfach nur Urlaub haben, liegen quasi vor der Tür und die Sehnsucht wächst, aus dem gewohnten Alltag auszubrechen, die angestaubten Koffer zu packen und in die weite Welt zu entfliehen. Und da es seit Jahren immer beliebter wird, nicht nur das Land oder den Strand mit all seiner Herrlichkeit an Natur mit unserer Anwesenheit zu beehren, rücken Städte als urbaner Mikrokosmos mit einer ganz eigenen Natur immer häufiger in den Fokus als Reiseziel. Geprägt von den Menschen, erfüllt von verheißungsvollen Geschichten und Unmengen von Sehenswürdigkeiten, Lärm, quirligem Leben, jedwedem Kulturangebot und allem, was sonst noch das Herz begehrt, braucht da keiner mehr den schnöden Strand, die liebliche Landschaft oder die abgeschiedene Ruhe. Zudem lassen sich eben diese Stadtgeschichten viel besser in Songs verpacken: Die Atmosphäre von New York ist legendär, der Punk Londons ebenso wie die Romantik von Paris oder die Magie des überall glitzernden Las Vegas. Daher haben wir dieses Mal unser Tape diesen Städten gewidmet, die so oft besungen wurden und uns daher fast schon vertraut scheinen. Auch wenn wir niemals da waren, bleibt uns eine Ahnung davon.

Richard Ashcroft – New York

Flash is required!
Der ‚Big Apple‘ wurde schon viel mit Hommagen bedacht, seine Lebendigkeit gepriesen und zum Symbol einer sich immer wieder neu erfindenden Lebensweise erklärt. So ist es auch nicht verwunderlich, dass sich Richard Ashcroft diesem Reigen anschließt und eine Suche nach dem bisher nicht gefundenen Ziel seines Lebens in ebendiesen Sog aus der ureigenen Energie New Yorks findet. Eine wunderbare Liebeserklärung an eine Stadt, die nicht nur aus Glas und Beton besteht, sondern eine Seele besitzt.

Morrissey – I’m throwing my Arms around Paris

Flash is required!
Selbstironisch und sarkastisch, so kennen wir den ehemaligen The Smiths-Sänger Morrissey. In „I’m throwing my Arms around Paris“ badet er sehr gefällig in Selbstmitleid aufgrund einer unerwiderten Liebe. So muss die Hauptstadt Frankreichs herhalten, um ihn zu trösten, „because only stone and steel accept my love“. Paris als Liebesersatz – gewollt kitschig und wunderschön!

The Clash – London Calling

Flash is required!
1979 verkündeten The Clash mit diesem Ruf das Ende der Beatlemania und des Swing. Es ist Zeit, das Establishment in den A**** zu treten und eine neue Bewegung der eigenen und kritischen Meinung loswalzen zu lassen: Den Punk! Es wundert daher nicht, dass London immer auch ein Motor für Mode, Jugendbewegungen und Kunst ist und damit quasi tonangebend für Europa. Längst sind Beat, Swing und Punk nur Episoden der Musik- und Modegeschichte, doch bleiben sie immer verbunden mit dieser eigentlichen Metropole des britischen Understatements.

Kaiserbase - Du bist so wunderbar, Berlin

Flash is required!
Selbstverständlich darf im Reigen der mit allerlei aufgeladenen Bilder und Mythen bedachten Städte das dicke ‚B‘ an der Spree nicht fehlen. Die spröde und leicht gammelige Atmosphäre mit der lebendigen Subkultur war schon zu Zeiten der Mauer legendär. Auch wenn nach der Wende vieles davon ‚wegsaniert‘ wurde, bleibt Berlin einfach das wild schlagende Herz Europas.

Plastiscines – Barcelona

Flash is required!
Wohin führt uns der Weg, wenn wir mediterranes Klima, Fiesta und katalanische Leidenschaft, aber dabei nicht auf den urbanen Reiz einer Metropole verzichten wollen? Natürlich nach Barcelona, der größten und wohl auch schönsten Stadt Spaniens. Doch denken die Mädels von Plastiscines zunächst erstmal an einen tiefen Absturz und suchen in der feierfreudigen Umgebung am Mittelmeer nach Zerstreuung und Ausgelassenheit. Und die werden sie dort finden!

Elvis Presley – Viva Las Vegas

Flash is required!
Geld, Gewinn, Verlust und dazwischen Neonlichter, schöne Frauen und ganz viel Aufregung – dieser Stimmung nahm sich Elvis Presley in „Viva Las Vegas“ an – dem Titelsong zu seinem gleichnamigen Film von 1964. Elvis trällert hier beschwingt von Schlafentzug und ersten Anflügen einer Spielsucht, vermutlich noch ohne zu ahnen dass er ab 1969 immer wieder längere Engagements beim ‚International Hotel‘ in Las Vegas annehmen und eines Tages nicht nur zum ‚King of Rock’N’Roll‘ sondern auch zum ‚King of Las Vegas‘ aufsteigen würde. Eine vielleicht noch etwas unbeschwertere Hymne an das hell erleuchtete Zockerparadies.

Manu Chao - Welcome to Tijuana

Flash is required!
Zum Schluss wollen wir dann doch noch etwas bedächtig werden und uns mal von irgendwelchen Idealen oder übermäßigen Metaphern befreien, denn die Welt besteht nicht nur aus verklärenden Assoziationen, sondern kennt auch die knallharte Realität. Niemand anderes als Manu Chao könnte dies besser und gekonnter auf den Punkt gebracht besingen. Mit „Welcome to Tijuana“ widmet er sich einer Stadt in Mexiko, in der sich Ausländer dem billigen Alkohol, Sex und Drogen hingeben. Trotz der fröhlichen Musik, bleibt einem glatt der überschwingende Groove im Halse stecken.

Seitenleiste:

Alle Beiträge aus Musik:

Abonnieren

Wir bei...

Weitersagen

Facebook

Twitter

Delicous

Weitere

Fusszeile: