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culturtape

30. Jul 10: Sorry! | culturshock-Team

Da wir letzte Woche im wahrsten Sinne des Wortes doch tatsächlich verschwitzt haben, euch unser culturtape zu präsentieren, haben wir allen Grund, „Sorry!“ zu sagen. Dafür wählen wir natürlich den musikalischen Weg und stellen euch eine Auswahl von Songs vor, in denen mal auf schmalzige, ach was, eigentlich ausschließlich auf schmalzige Weise „Tschuldigung“, „Tut mir leid“, „Vergib mir“ geträllert wird. Damit befreien wir uns nicht nur von unserem schlechten Gewissen, sondern bieten allen die es gerade brauchen, den idealen Soundtrack für die nächsten Entschuldigungsarien nach vorangegangenem Tritt ins Fettnäpfchen. In diesem Sinne erwarten wir ein „Schwamm drüber”!

Blue feat. Elton John – "Sorry seems to be (...)"

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1976 sang Elton John schon den Song "Sorry seems to be the hardest word" über das Ende einer Beziehung, die daraus entstandenen Schuldgefühle und die Schwierigkeit, das Bedauern mit einem lapidaren „Sorry” auszudrücken. Und tatsächlich, sich zu entschuldigen, ist nun wirklich nicht unser aller Lieblingsbeschäftigung. Aber darüber zu singen, fiel Elton John weniger schwer: 2002 setzte er sich zwecks einer Verjüngungskur jenes Schmalztitels noch mal mit den vier Jungs von Blue ans Klavier und bekräftigte erneut seine Meinung über das schwierigste aller Worte.

OutKast – Ms. Jackson

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Im Jahre 2001 veröffentlicht das Hip-Hop-Duo OutKast die Single “Ms. Jackson“, in der André 3000 seine Trennung von Ex-Frau Erykah Badu verarbeitet und sich auf diesem Wege bei der Ex-Schwiegermutter entschuldigt, rechtfertigt sowie ihr versichert, dass er stets für das aus der Ehe entstandene Kind sorgen wird. Welch eine schöne Art „Sorry“ zu sagen!

Feist – So Sorry

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Manchmal merkt man eben erst im Nachhinein, was man alles falsch gemacht hat und man nur noch sagen möchte, es tut mir leid für alles, was falsch gelaufen ist. Dann scheint es, dass zwischen zwei Menschen die Kluft unendlich, oder wie Feist es bildlich ausdrückt, so groß wie ein Ozean ist und die Angst der eigenen Emotionen zu groß, um den eigenen Egoismus zu überwinden. Aber man muss nichts Reuen, denn auch ein verspätetes „Sorry“ mit der Erkenntnis seiner Schwächen ist mehr wert, als gar nicht zu erkennen, was man falsch gemacht hat.

John Lennon – Jealous Guy

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Er war talentiert, politisch engagiert und glaubte an eine bessere Welt. Doch John Lennon besaß auch weniger schöne Eigenschaften, wie etwa Eifersucht, was u.a. seine erste Ehefrau Cynthia Lennon zu berichten wusste. Zu diesem Wesenszug bekannte sich der Musiker in seinem 1971 auf seinem Album „Imagine“ erschienenen Song „Jealous Guy“ und entschuldigt sich zugleich für die Tränen, die seine Liebste (damals bereits Yoko Ono) deswegen schon vergießen musste. Ein Lied, das auch geschundene Herzen erweichen kann.

One Republic feat. Timbaland – Apologize

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Allerdings reicht nicht immer ‚nur‘ eine Entschuldigung aus, worüber uns die amerikanische Pop-Rock-Band One Republic in Zusammenarbeit mit dem Hip-Hopper Timbaland ein Liedchen singt. In diesem Fall hat sich die Herzdame ein grobes Liebesfoul geleistet und sich damit selbst ins Abseits geschossen. Wer also nicht auch hören will „It’s too late to apologize, it’s too late”, der möge auf der Hut sein…

Christina Aguilera – Hurt

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Aus ihrem derzeit immer noch erfolgreichsten Album Back to Basics (2006) präsentiert uns Pop-Prinzeschen Christina Aguilera den kraftvoll und gleichzeitig wunderschön wehmütigen Song „Hurt“, der alle daran erinnern soll, dass das Leben schlicht zu kurz für Streitigkeiten und/oder Egotrips auf Kosten geliebter Menschen ist. Denn im schlimmsten Fall werden wir der Möglichkeit „Sorry!“ zu sagen und die betroffene Person mal wieder richtig zu umarmen, beraubt.

Madonna – Sorry

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Und zum Abschluss des Ganzen hier nun auch für diejenigen, die es einfach über haben, ewig und immer wieder dieses „Sorry“ zu hören, lassen wir es Madonna auf den Punkt bringen. Denn irgendwann ist es auch einfach genug und wirkt nur noch wie eine hohle Floskel, deren eigentliche Bedeutung von Entschuldigung zur reinen Mechanik wird. So singt uns die Queen des Pops davon, wie sich dieses abnutzt und animiert uns das berüchtigte „Sorry“ einfach nur noch weg zu tanzen. Tja, so auch Asche auf unser Haupt, tut einfach nichts, wofür ein Sorry notwendig erscheint!

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