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29. Oct 10: Sexy Tape | culturshock-Team

Sexy Stimmen, die verführerisch in das Mikrofon hauchen und unser Blut in Wallung bringen, gedämpfte beziehungsweise kokette Rhythmen, die am besten gemeinsam mit dem Objekt der Begierde bei Kerzenschein zu genießen sind, eindeutige Songtexte, die in Kombination mit vielsagenden Blicken besonders gut in Clubs ihre Wirkung entfalten oder erotische Musikvideos, die Lust auf mehr machen: In dieser Woche wird es musikalisch verdammt heiß in unserem culturtape. Also lehnt euch zurück, genießt die Show und frönt der facettenreichen Kunst der Verführung!

Röyksopp – Only this Moment

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Verführung pur bietet die verträumte elektronische Musik des norwegischen Duos Svein Berge und Torbjørn Brundtland, die unter dem Bandnamen Röyksopp schleichend die Welt erobern. Für ihre 2005 veröffentlichte Single „Only this Moment“ holten sie sich weibliche Unterstützung von der ebenfalls norwegischen Singer-Songwriterin Kate Havnevik, deren Lieder teilweise als TV-Soundtracks verwendet werden, beispielsweise für Grey’s Anatomy („As We Know It“). Gemeinsam erschufen sie ein zeitloses Lied über einen besonderen romantischen Moment im Leben zweier Liebenden, der die Außenwelt auszublenden vermag. Sinnlich, sexy und wunderschön!

Nelly Furtado – Maneater

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Multitalent Nelly Furtado ist rassig, heiß und hat neben umwerfenden Augen, auch eine unverwechselbare Stimme. Ihr erster Ausflug in die Hip-Hop Welt mit dem dritten Album Loose aus dem Jahre 2006, klingt selbst für den eher abgeneigten Hörer dieser Musikrichtung sympathisch und vortrefflich tanzbar. Die Singleauskopplung „Maneater“ kokettiert dabei herrlich mit dem unerschütterlichen Selbstbewusstsein einer Femme fatale, die die Männer reihenweise zum Frühstück isst und ganze Räume mit der bloßen Erscheinung erhellt. Doch Vorsicht, liebe Männer, der Name ist Programm!

The Knife – Pass this on

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Was passiert, wenn eine Drag-Queen auf sehr anzügliche Weise einen sehr sinnlichen Song vor einem eher konservativ einzuschätzenden Publikum in einer winzigen Provinz-Kaschemme performt? Buhrufe, Gelächter oder gar Tumulte mag man erwarten, aber nicht so im Video zu dem Club-Hit „Pass this on“ vom schwedischen Elektropop-Duo The Knife. Nachdem besagte Drag-Queen (Rickard Engfors, der als ‚Sweden’s best-looking girl‘ bekannt wurde) einen jungen Mann (Olof Dreijer, die männliche Hälfte von The Knife) minutenlang fixiert, und dabei die Worte „Is he willing / And can he play?“ ins Mikrofon haucht, eröffnet dieser mit einer brillanten Tanzeinlage die Party und alle übrigen Gäste, ob jung oder alt, ob mit Migrationshintergrund oder ohne beginnen sich wie im Rausch zu den erotisierenden Klängen von „Pass this on“ zu bewegen. Ein aufreizender Song und ein Video, das provoziert, kokettiert und garantiert niemanden kalt lässt.

D'ANGELO – Untitled (How does it feel)

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Was braucht es, um wallende Frauenherzen zu entzücken und zur Ekstase zu treiben? Einen heißen Mann, der mit soulig sanfter Stimme über die Angebetete und der unendlichen Liebe zu dieser in voller Inbrunst singt, ja fast schon flehentlich um ihre Liebe bittet. Wenn dazu auch noch jener Mann alleinbeherrschend unverhüllt posiert, ganz rein und natürlich, seinen durchtrainierten Körper präsentiert, die Kamera von den vollen Lippen langsam den Blick wandern lässt, tiefer und erst kurz oberhalb des Intimbereichs anhält, um dann weiter über die Rückpartie jede wohlgeformte Seite auszuleuchten, ist die Begierde kaum noch auszuhalten. Simpler und wirkungsvoller kann sexy nicht sein und D'Angelo überzeugt neben vollem Stimmeneinsatz auch mit vollem Körpereinsatz.

Prince – Cream

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Ein wenig unbeholfen sexy wirkt das Video in seiner etwas übermanierlichen Art der 90er, doch schenkt man sein Augenmerk auf die zart dahin gehauchten Zeilen von Prince, dem Prototyp des metrosexuellen, androgynen Mannes, treibt es einem die Schamesröte ins Gesicht. Unverhohlen in seiner ureigenen Mischung aus Funk und Pop sinniert Prince in „Cream“ mehr als eindeutig der Ejakulation entgegen. Unverblümt sexy, aber weder obszön noch vulgär, sondern einfach nur heiß und sinnlich rekelt sich die männliche Sexbombe mit seinem verführerischen Blick. Mit jeder Pore und seiner anziehenden Stimme verführt Prince gekonnt jeden und lässt die Luft elektrifizieren, so dass es förmlich knistert und die Lust erweckt.

Madonna – Human Nature

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So, Schluss mit subtilen Andeutungen und Verführung - jetzt kommt purer Sex. Und wer könnte es besser umsetzen als die Großmeisterin des Tabubruchs: Madonna. In Fetischmanier präsentiert sich die Ikone lasziv und entfesselt, irgendwo zwischen Bondage-Anleihen und Domina, erregt und angriffslustig entblößt sie die Blasiertheit zwischen Macht und Erniedrigung. Hier schwindet die sinnliche Verführung der puren Lust und gerät fast schon zur Perversion. Das Video schwankt zwischen heißen Berührungen, pulsierender Begierde und Latexfetisch, ist anzüglich und offensiv.

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