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culturtape

14. May 10: Mann oh Mann! | culturshock-Team

Ob Vater- oder Männertag, an Christi Himmelfahrt dürfen sich unsere Herren der Schöpfung ganz offiziell selber feiern. Alles was Mann dafür braucht sind Bollerwagen, Bier, Fleisch und ein Haufen trinkwilliger Geschlechtsgenossen. Doch mit dieser Art der Sinnstiftung geben wir uns nicht zufrieden und huldigen viel lieber dem Facettenreichtum unserer Mitmenschen mit dem XY-Chromosomenpaar. Macht euch deshalb auf ein culturtape gefasst, das sich gewaschen und anschließend ordentlich mit Moschus eingesprüht hat. Denn ihr erhaltet fünf exklusive Antworten auf die große Frage: Wann ist ein Mann ein Mann? Selbstverständlich in Form von Songs über gängige Klischees, veralteten gesellschaftlichen Erwartungen und die vertuschten Wahrheiten in Sachen Maskulinität:

Herbert Grönemeyer - Männer

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„Wann ist ein Mann ein Mann?“ – Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler und Normalsterbliche immer wieder gerne aufs Neue. Dabei liefert Herbert Grönemeyer mit seinem Song Männer aus dem 1984 veröffentlichten Studioalbum 4630 Bochum doch bereits alle Antworten: Männer sind einsame, höchst sensible Kreuzritter, die leider schon von Geburt an ‚blau‘ sind und gar nichts für ihre harte Schale können, sondern einfach nur kuscheln wollen. Stimmts?

Black Strobe - I´m a Man

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Kraftvoll und herrlich überzogen: Einen Lobgesang auf die Virilität liefert uns die französische Electroclash-Combo Black Strobe. Mit männlich-markanter Stimme prahlt Arnaud Rebotini hier mit seinen Liebhaber-Qualitäten („I can make a love to you, baby/ In an hours time“), buchstabiert für uns „MAN“ („M – A – N“) und erklärt allen, die es bis dahin noch nicht wussten, was er ist: „Woah, I’m a man“. Noch Fragen?

The Cure - Boys don´t cry

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Auch die 1976 gegründete englische Rockband The Cure gewährt uns mit ihrem Song “Boys don’t cry” einen tiefen Einblick in die männliche Gefühlswelt, die Sklave einer antiquierten Sozialisationsvorstellung ist. Denn wird oder wurde den Jungs nicht bereits als ‚Kleine Hosenscheißer‘ beigebracht, dass ein echter Mann niemals weint, sondern seine Emotionen stattdessen hinunterschluckt? Nun ja, das Ende vom Lied ist: Freundin weg, ein schmerzendes Herz und ein Typ der in der Ecke sitz und ‚innerlich‘ weint…

James Brown - This is a Man´s World

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Der Altmeister des Souls brachte 1966 die Hymne schlechthin für die Männer raus. Doch der glorreiche Traum der Männer, in einer Welt zu leben, geprägt durch die ihnen zugedachten Tugenden, wie Stärke, weiß er ins rechte Licht zurücken: Denn ohne die Frauen, wäre eine solche Welt nichts. Und ohne diese, gäbe es wohl auch keinen Vatertag, dem mit so reichlich sinnlos konsumiertem Alkohol mehr oder weniger gedacht wird. Und es bestätigt sich wohl, dass ein Mann erst mit dem Gegenpart einer Frau zum Mann wird.

Rammstein - Mann gegen Mann

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Man(n) hätte von Rammstein gewiss keine euphemistische Antwort auf das Thema Mann erwartet, doch legten sie mit Mann gegen Mann in ihrer bewährten Konfrontationsmanier dem klassischen „Männerbild“ eine hübsche Kontroverse vor. „Gleich und gleich gesellt sich gern“ stimmt schon, aber bitte doch nicht so… Oder doch? Vielen ‚richtigen Kerlen‘ eine Horrorvorstellung, sollte sich der ein oder andere vielleicht schon mal sein eigenes Selbstverständnis überdenken!

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