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10. Apr 10: Lost in Space – Unser kosmisches Mixtape | culturshock-Team

Aus Anlass des russischen Tages des Kosmonauten am 12. April verneigen auch wir uns vor den Himmelsstürmern und werfen mal einen Blick auf den musikalischen Kosmos und darüber hinaus. Die Neugier auf das, was im dunklen weiten Raum versteckt liegt, brachte die Menschen dazu, die Fesseln der Stratosphäre zu sprengen. 1961 machten die Russen es mit Juri Gagarin als erstem Menschen im All vor und die Amerikaner zogen acht Jahre später mit ihrer Mondlandung 1969 nach. Und es geht weiter, denn bald soll der Mars in bemannten Missionen erkundet werden und wer weiß, wie weit sich der Mensch noch vorwagen wird. Doch verbinden die meisten Menschen damit nicht nur eine schnöde wissenschaftliche Entdeckungsreise, sondern auch den Griff nach den Sternen als Assoziation eines Größeren, was unser menschliches Handeln bisweilen relativiert im kosmischen Gesamten. Der Weltraum ist unendlich weit, fremd und voller Geheimnisse, so dass mit ihm in der Musik gerne Metaphern geschustert werden. So präsentieren wir euch eine kleine Auswahl dessen, was musikalisch im ‚Space‘ passiert oder welch großen Ideen er verkörpern kann:

Flash is required!
In seinem 1969 erschienenen Lied „Space Oddity“ besang David Bowie ein fiktives Funkgespräch zwischen einem Astronauten (Major Tom) und der Raumfahrzentrale auf der Erde. Bowie lieferte damit den perfekten Soundtrack für die reale Mondlandung im selben Jahr – oder für die Verschwörungstheoretiker unter euch: für einen der größten Schwindel im 20. Jahrhundert, den man gemeinhin als „Mondlandung“ bezeichnet. Ob gelogen oder nicht, über den sphärisch-schönen Song lässt sich nun wirklich nicht streiten.
Flash is required!
Mehr als hundert Versionen gibt es von „Fly me to the Moon“, unter anderem von Tony Bennet, Judy Garland und Helge Schneider. Wir haben uns dann doch für den schmalzig-charmanten Showkönig Frank Sinatra entschieden. Der Inhalt besticht allerdings in jeder Version: Der Flug zum Mond als Metapher fürs Verliebtsein. Also, bucht schon mal die nächste Reise dorthin…
Flash is required!
Tja, in Sachen Liebe setzen da die Red Hot Chilli Peppers noch einen drauf: Gleich aus einem parallelen Universum erschaffen und sich unter fremden Sternen gefunden. Irgendwie wahnsinnig romantisch, wenn gleich der Zyniker in uns zum Aufschrei ansetzen möchte. Doch möchten wir in diesem Fall nicht alle ein „California King“ sein und nach dem Stern in uns und dem des gegenüber greifen, auch wenn dieser im Paralleluniversum verharrt.
Flash is required!
Als Urväter des ‚Space-Rock‘ dürfen natürlich Hawkwind nicht fehlen. Der Weltraum gerät hier zur Allegorie auf die Kleinheit in uns und unserem Handeln. 1972 entstanden, ist es geprägt von der Selbstbewusstseinserweiterung und des sphärischen Klangs des Psychedelic-Rocks. Ja, hier lässt sich die Metapher des kleinen Gedankens im großen Raum um uns herum herrlich verstehen mit seiner musikalischen Weite.
Flash is required!
Und nochmal ab ins Psychedelische längst vergangener Zeiten. Mit der anfänglichen Auflistung verschiedener Sterne vermitteln Pink Floyd, was Weite heißen kann. Mit anschwellendem Tempo kommen uns die Sterne näher und am Ende lassen sie das Raumschiff landen, irgendwo in den dunklen Tiefen des Weltraums. Ein unglaublich schöner klanglicher Trip durchs All.

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