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culturtape

05. Aug 11: I love Coffee | culturshock-Team

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Agent Dale Cooper (Kyle MacLachlan) sinniert in “Twin Peaks” über den Wert einer guten Tasse Kaffee,

Kaum ein anderes tägliches Ritual hat sich in unsere Lebenskultur derart eingeschlichen wie der Genuss einer schönen Tasse Kaffee – mal ganz davon abgesehen, welch monströse Auswahlmöglichkeiten heute die einschlägigen Ketten ins Repertoire aufgenommen haben. Man trifft sich bei einem Kaffee und plaudert, man genießt ihn morgens und nach dem Essen, nicht zu vergessen zum Kuchen und eigentlich überhaupt stets und ständig. Ohne Kaffee wäre es ein anderes Leben, die berühmten Wiener Kaffeehäuser obsolet und das berühmte Kommst du noch auf einen Kaffee mit hoch? nicht denkbar. Zwar wird gerne dem Mythos entgegen gewirkt und an diesem „Kulturgetränk“ gemäkelt, auf seine abhängig machende Wirkung verwiesen oder ihm gar eine Kreislauf schädigende Wirkung nachgesagt, um ihn uns zu verleiden. Abschrecken können uns echte Genießer aber derlei abwegige Unterstellungen nicht und so frönen wir lieber im vollen Bewusstsein dem Geschmack des schwarzen Goldes im Pott. Daher widmen wir uns heute dem Kaffee in der Musik in all seinem Facettenreichtum, wenngleich der metaphorische Hintergrund doch recht begrenzt erscheint, haben wir durchaus die eine oder andere Perle gefunden. Sodann, viel Spaß beim culturtape und einer guten heißen, kalten, , milchigen, schwarzen, süßen oder doch bitteren Tasse Kaffee!

Frank Sinatra - Coffee Song

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Zu Sinatras Zeiten hatten es die Brasilientouristen nicht leicht, denn es herrschte scheinbar ein solcher Kaffeeüberfluss, dass der gemeine Urlauber weder Soda noch Tomatensaft bekam und den ganzen Tag Schwarze Bohnen riechen musste. Und wurde man mit einem Glas Wasser erwischt, durfte tief in die Geldbörse gegriffen werden: „The politician's daughter was accused of drinkin' water / And was fined a great big fifty dollar bill / They've got an awful lot of coffee in Brazil“. Und was lernen wir daraus? Richtig, Kaffee ist nur cool solange es noch Tomatensaft gibt!

Ohrbooten – Kaffee

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Besser kann man einen Tag mit Kaffee nicht zusammenfassen wie es die Ohrbooten uns hier sehr anschaulich vorführen. Des Morgens bedarf es erstmal einer Tasse frisch aufgebrühten Kaffees. Ganz easy ist der Start in den Tag, ganz sanft schwingen wir uns im leichten Dub. Die Wirkung des edlen Gesöffs lässt nicht lange auf sich warten nachdem wir uns nunmehr schon der vierten Tasse gewidmet haben, der schnöden Worte ist genüge getan, die Nervosität steigt an, die Reizbarkeit auch und die Maschine läuft, rast förmlich… So langsam wie der Tag auch in Fahrt kommt, steigern wir uns von easy Dub zu rasantem Ska. Besser lässt sich nicht die ‚belebende‘ Wirkung der ein oder anderen Tasse Kaffee im Verlaufe eines Tages beschreiben.

The White Stripes – One more Cup of Coffee

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Der Kaffee als bittere Träne vor dem Abschied, als Mittel, um diesen Moment hinauszuzögern wie eine letzte Bitte um ein Quäntchen Zeit, bevor dann doch unvermeidlich das Loslassen folgen muss – so könnte man meinen, wird hier die Metapher gebraucht. In ihrem unvergleichbar wuchtigen Zusammenspiel aus E-Gitarre und Drums versetzen Meg und Jack dem Klassiker von Bob Dylan eine sehnsüchtige wie wehmütige Stimmung, die kaum besser passen könnte, wenn Dylan hier auf eine unerfüllte Liebe zu einer Zigeunerin anspielt, deren Schönheit er preist und die doch unerreichbar bleibt. So schmerzlich süß (oder herb) kann Kaffee sein!

Markus Straßer – Kaffeesüchtig

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Der den meisten wohl noch nicht bekannte Solokünstler Markus Straßer aus Neuötting mag mit diesem beschwingten Ukulele-Song vielen Menschen aus der Seele sprechen: kein Malochen OHNE Kaffee! Denn wie soll man bitte sonst überhaupt den Weg aus dem Bett finden, um dem Berg an Arbeit, der uns stets aufs neue frech anlächelt, den Kampf anzusagen? Wenn zu allem Überfluss am Ende des Tages noch ein viel zu langes Meeting mit dem Chef oder der Verwandtschaft ansteht, kann man sich doch nur voller Freude in die Kaffeesucht stürzen, oder?

Johann Sebastian Bach – Kaffee-Kantate

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Abschrecken kann uns dies alles nicht und wir halten es mit Bachs Kaffee-Kantate, wenn Lieschen ihren Vater beschwichtigt und ohne ihren Kaffee keinen Genuss im Leben findet.

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