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26. Nov 10: Home Sweet Home | culturshock-Team

Es ist dieses Gefühl, das sich nach einem harten Arbeitstag, einer allzu ausschweifenden Partynacht, nach einer langen, anstrengenden Reise oder einer Anhäufung alltäglicher Missgeschicke einstellt: Das Bedürfnis, so schnell wie möglich nach Hause zu kommen, sich in vertrauter Umgebung zu befinden und der gerade unschön erscheinenden Welt da draußen die Tür vor der Nase zuzuschlagen. Ein Zuhause kann aber viel mehr sein als die Räumlichkeit, in der man seine sieben Sachen zwischenlagert, sich bettet und vor der Witterung schützt – nicht umsonst heißt es vielsagend „Home is where the heart is.“ So kann man sich in bestimmten Gegebenheiten, Situationen, Lebensphasen ebenso zu Hause fühlen wie bei den Menschen, die einem lieb sind. Und so ist es auch häufig eben nicht das Klicken des Schlüssels im Schloss, das einen nach Hause kommen lässt. Dieser abstrakten Idee von einem Zuhause, einem Hort der Geborgenheit und der Abschottung vor den Widrigkeiten des Lebens haben sich zahlreiche Musiker genähert und Songs geschaffen, die zusammen einen perfekten Soundtrack für den Rückzug ins Vertraute ergeben. Damit wir auch morgen noch kraftvoll das Haus verlassen können!

Depeche Mode – Home

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1997 brachten Depeche Mode mit „Home“ die dritte Single aus ihrem Album „Ultra“ heraus – ein Album, an dessen Realisierung selbst hartgesottene Fans gezweifelt hatten. Schließlich hatte Frontmann und Sänger Dave Gahan zu der Zeit so starke Drogenprobleme, dass erste Aufnahmen von seinen Bandkollegen abgebrochen wurden und er sich nach einem Suizidversuch einer Drogentherapie unterziehen musste. Umso mehr konnte man sich schließlich aber freuen, dass die Band diese Krise überstanden hat und mit „Ultra“ eine düstere, aber unheimlich gefühl- und kraftvolle Platte auf den Markt brachte, die Depeche Mode wieder zurück in den Pophimmel hievte. Mit sphärischen, hypnotisierenden Klängen einsetzend und von sehnsuchtsvollen Streichermelodien umspielt, widmet sich „Home“ dem Gefühl des Verlorenseins und der Isolation, die schließlich überwunden und von dem Eindruck der Zugehörigkeit abgelöst werden. Eine späte Rückkehr, zugleich melancholisch und triumphierend.

Madness – Our House

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Bereits seit den 80ern erfreut uns die britische Band Madness mit ihrem bunten Gemisch an Songs, die sowohl Ska- und Punk-, als auch Pop-Einflüsse besitzen. In ihrer 1982 veröffentlichten Single „Our House“ zeigen sie uns die Schönheit eines chaotischen (Zu)Hauses, in der sich die Familie an die Gurgel geht, Unsinn veranstaltet, Spaß hat und trotzdem beziehungsweise vor allem sehr lieb hat. Eine traumhafte Erinnerung, Erfahrung oder Sehnsucht, die beschwingt und tanzbar von Madness zelebriert wird und mit Sicherheit gute Laune verbreitet. Da macht nach Hause kommen Spaß!

Peter Fox – Haus am See

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Nachdem er „Alles neu“ machen wollte, besang Peter Fox auf seinem ersten Solo-Album „Stadtaffe“ die Sehnsucht nach einem ganz besonderen Zuhause, das zugleich sein Fernweh und das Bedürfnis nach einem Rückzugsort stillen sollte. Ein „Haus am See“ soll her, zusammen mit einer schönen Frau, zwanzig (!) Kindern, sowie Freunden und Verwandten, die mit ihm das neue Heim tagtäglich mit großen Partys einweihen. Sonniges Wetter und ein Orangenbaum dürfen natürlich auch nicht fehlen. Wunderbar größenwahnsinnig und sehr eingehend ist dieser besungene Traum, und wir gönnen es dem Peter, schließlich soll uns Musik auch träumen lassen.

Wir sind Helden – Bring mich nach Hause

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Sanft und zerbrechlich besingt Jule Holofernes von Wir sind Helden ihre Sehnsucht nach dem einen zu Hause, das warm und behütet den Hort der Geborgenheit darstellt. Zu lang währt schon das Leben zwischen Kälte, Party, Wildheit der Jugend und der Ziellosigkeit, um nun endlich an den Punkt zu gelangen, anzukommen. Metaphorisch ist den Helden mit „Bring mich nach Hause“ das emotionale Zuhause im Sinn, was nicht weiter verwundert. Nach langer Pause und Zuwachs bei Jule und Pola ändern sich nun auch die Sichtweisen auf das Leben. Mit dem gleichnamigen Album zeigen die vier Helden ihre erwachsene Seite und konzentrieren sich auf die essentiellen Dinge des Lebens. Ja, wir wollen alle nach Hause gebracht werden!

The White Stripes – There's no home for you here

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Und die White Stripes liefern zu diesem Thema gleich die Anti-Hymne. „Es gibt hier kein zu Hause für dich Mädchen, hau ab!“ ist ihre eindeutige Message an jene, für die es einfach nicht sein soll. Denn ein wahres zu Hause kann es nur mit dem richtigen Menschen geben, doch leider bist DU es eben nicht. Egal wie man es auch dreht, ist ein Leben mit dem Wissen um die nicht passende Kombination eher Greul denn ein Genuss. Auch wenn es manchmal schwer erscheint, ist doch alles besser, als in einer unbefriedigenden Situation zu verharren. Drum pack das Leben und sorge für die richtige Besetzung und dein Heim wird zum Himmelreich.

Michael Bublé – Home

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Der kanadische Jazz-Sänger Michael Bublé erschuf in Zusammenarbeit mit seinem Pianisten Alan Chang und der Lyrikerin Amy Foster-Gillies im Jahre 2005 die Single „Home“, welche nicht unwesentlich zum Erfolg des zweiten Albums „It’s Time“ beitrug. Dieser ruhige und sehnsuchtsvoll klingende Song beschreibt nun ein Zuhause, das weder an einen Ort noch an eine Zeit, sondern nur an mindestens eine Person gefesselt ist: Die Liebe. Unglücklicherweise kommt es oft genug vor, dass erst eine Trennung zu der Erkenntnis führt, wo das wahre Zuhause liegt und so bleibt nur die Hoffnung auf eine baldige Heimkehr oder die traurige Gewissheit, das Wichtigste im Leben verloren zu haben.

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