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25. Feb 11: Hollywood-Legenden | culturshock-Team

Am Sonntag ist es wieder soweit: Im berühmten Kodak Theatre in Los Angeles werden zum 83. Mal die Academy Awards, im Volksmund „Oscars“, vergeben. Regisseure, Schauspieler, Drehbuchautoren, Produzenten werden auftauchen und auf eine der begehrten Auszeichnungen hoffen, die ihren Marktwert steigern könnten. Doch ganz so abgeklärt wollen wir nicht auf diese Verleihung blicken, nein, wir wollen uns dem zuwenden, wofür Hollywood einst bekannt war: Charisma und Talent, verkörpert von Filmlegenden, die zu den ganz Großen gehör(t)en. Diese Leinwandhelden haben auch in der Popmusik ihre Spuren hinterlassen. So haben zahlreiche Musiker ihren Lieblingsschauspielern Songs gewidmet, sie namentlich erwähnt oder gar darin verewigt. Also lehnt euch zurück und genießt jede einzelne dieser musikalischen Hommages an unvergessliche Talente, ob Oscar-gekrönt oder nicht!

Kim Carnes – Bette Davis Eyes

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Kämpferisch, glamourös und ungeheuer produktiv – die US-Schauspiellegende Bette Davis (1908-1989) war eine der ganz Großen. In über 70 Kinofilmen wirkte sie mit und stach dabei durch die sehr intensive Verkörperung starker Frauenrollen heraus, man denke etwa an Of Human Bondage, All about Eve und Was geschah wirklich mit Baby Jane?. Ihre ausdrucksstarken Augen mit den hoch angesetzten Brauenbögen waren ihr Markenzeichen und Schauspielwerkzeug zugleich – mal eiskalt, mal liebevoll, mal verächtlich schauend, erspielte sie sich mit ihrer Hilfe zwei Oscars und insgesamt zehn Oscar-Nominierungen. One-Hit-Wonder Kim Carnes widmete ebendiesem Merkmal der berühmt-berüchtigten Filmelegende 1981 ein Denkmal mit dem Song „Bette Davis Eyes“ und landete damit – wie sollte es anders sein? – einen weltweiten Nummer 1-Hit.

Gorillaz – Clint Eastwood

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Was Blur-Frontmann Damon Albarn da 2001 auf die Beine stellte, hatte niemand kommen sehen: Mit dem Titel „Clint Eastwood“ und einer unverwechselbaren Mischung aus Elktro- HipHop- und Rock-Klängen mischten ein Paar Zeichentrick-Charaktere namens Gorillaz den Musikmarkt ordentlich auf. Der Track begann zwar mit einem Thema, das stark an die Filmmusik des Western-Reißers „The Good, the Bad and the Ugly“, dennoch findet Clint Eastwood hilmself darin keine explizite Erwähnung. Muss ja auch nicht sein: Der Titelgeber für solch einen coolen Song einer wirklich einzigartigen Band zu sein, muss der Schauspiel- und Regielegende ja völlig genügen!

Elton John – Candle in the Wind (1973)

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Bis heute rätseln die Menschen, was in der Nacht zum 5. August 1962 das ewige Sex-Symbol Marylin Monroe tatsächlich das Leben gekostet hat – die Kennedys, die Mafia oder gar die CIA? Oder waren es doch einfach das persönliche Unglück, die Depressionen und die Einsamkeit? Denn wie erfolgreich sie auch in ihren Film-Rollen als naives Blondchen war, so unglücklich war sie auch über die öffentliche Reduzierung ihrer Person auf ebendiese lächerliche Frauenfigur. Einen späten Abschiedssong widmete Elton John dieser glamourösen Legende 1973 mit dem Song „Candle in the Wind“, der Jahre später wiederum für die verstorbene Princess of Wales, Lady Di, umgeschrieben wurde. Songschreiber Bernie Taupin brachte die Hysterie um Marylin Monroes Leben und Tod in der Originalversion des Liedes gekonnt und bewegend auf den Punkt: „Loneliness was tough / The toughest role you ever played / Hollywood created a superstar / And pain was the price you paid / Even when you died / All the press still hounded you / All the papers had to say / was that Marilyn was found in the nude.”

Bananarama – Robert De Niro’s Waiting…

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Ja, manchmal sind die Leinwandhelden die besseren Menschen. Heroischer, selbstsicherer, leidenschaftlicher treten sie auf als die öden Jungs von nebenan. So etwas in der Art dachten sich wohl die drei Mädels der britischen Girl-Group Bananarama, als sie 1984 ihren Hit „Robert De Niro’s Waiting…“ schrieben, in dem eben jene Leinwandlegende, der Method Acting-Spezialist Robert De Niro besungen wird. Denn wer könnte besser den „man of steel“ versinnbildlichen, der einen auf die Idioten und Enttäuschungen des Alltags vergessen lässt?

Madonna – Vogue

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Vogueing – das ist der in der schwulen Club-Szene New Yorks entwickelte Tanzstil, in dem der Gestik und Mimik großer Hollywood-Legenden wie auch Covermodels des Mode-Magazins Vogue gehuldigt wurde. Madonna, seit Jahrzehnten bekannt für ihre postmodernistischen Anleihen bei Subkulturen, bereitete dieses Phänomen 1990 für die breite Masse auf, und zwar in ganz großem Stil: David Fincher drehte mit ihr ein Musikvideo, in dem dem ‚Goldenen Zeitalter Hollywoods‘ ein visuelles Denkmal gesetzt wurde. Und der Songtext liefert dazu die Namen der ganz Großen: Marlon Brandow, Jean Harlow, Marlene Dietric, Rita Hayworth, Gene Kelly, James Dean und viele weitere. Zusammengefasst waren das aus heutiger Sicht einfach „Ladies with an attitude / Fellows that were in the mood“, demzufolge folgende Anweisung für das Betragen auf der Tanzfläche gilt: „Don't just stand there, let's get to it / Strike a pose, there's nothing to it.“

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