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08. Apr 11: Wo sind die Hände??? | culturshock-Team

Ist es nicht schlimm, dass wir so viele Dinge im Leben einfach nicht zu schätzen wissen? Ja gut, mögt ihr denken, so ein Dach überm Kopf und Internetzugang, das ist schon was. Aber nein, ihr müsst naheliegender denken. NOCH naheliegender. Seht zur Tastatur und da warten sie auf weitere Befehle: Eure Hände! Was wärt ihr ohne sie? Um einiges eingeschränkter, das steht fest! Sie reichen euch euer Essen, machen euch sauber und decken euch nachts zu. Sie bereichern euer soziales Leben, indem sie umarmen, andere Hände schütteln, manchmal auch andere Hände halten (der ein oder andere mag sie auch einsetzen, um Klatschen und fiese Faustschläge zu verteilen, aber wir konzentrieren uns hier mal aufs Positive). Und was wären Musiker ohne ihre Hände? Richtig eingesetzt, können sie wunderschöne Klänge auf unterschiedlichsten Instrumenten produzieren. Mal abgesehen davon, dass Mikros auch gehalten und Plattenverträge unterschrieben werden müssen. Also passt gut auf eure Hände auf. Alanis Morisette, die Beatsteaks, Pink, The Raconteurs, Dashboard Confessional und Starsailor erklären euch, wieso.

Beatsteaks – Hand in Hand

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Hand in Hand gehen ist ja ein Zeichen für die Zuneigung zweier Menschen zueinander, doch haben die fünf Berliner Jungs von den Beatsteaks eine recht eigene Ansicht zu dem Thema. Immer hübsch hinunter geht es und die Besungene wird einfach nicht schlau daraus… Ja, so ist es eben, wenn man leicht Liebesblind wird – bleiben einem wenigstens die Hände zum Führen. Dieselben finden im Video zu „Hand in Hand“ reichlich Einsatz und begrabschen hier und dort so dies und das, schwingen frohlockend den Baseball-Schläger und überhaupt herrscht eine karnevalistische Frohkultur allerorts. Also, lasst uns an den Händen greifen und ihnen folgen, auch ohne weise zu werden!

Alanis Morisette – Hand in my Pocket

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Sie ist pleite, aber glücklich, verloren aber voller Hoffnung, hier aber eigentlich schon wieder weg. Wer sich in diesen widersprüchlichen Zeilen von Alanis Morissettes 95er-Song Hand in my Pocket wiedererkennt, kennt die Zeit der Überforderung, Sehnsucht und Rastlosigkeit und kann schon ein klein wenig Lebenserfahrung für sich verbuchen. Und dann gibt’s noch eine Schippe Trost dazu, denn solange eine Hand in der Hosentasche ruht, während die andere das Klavierspielen, High Five-Geben, und Zigarettendrehen übernimmt, gibt uns das Bodenhaftung und alles wird schon irgendwie „fine, fine, fine“

The Raconteurs – Hands

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Ja, es ist schon ein ganz besonderer Zauber, von der angebeteten berührt zu werden mit ihren ‘magischen’ Händen und ein Schauer geht durch Mark und Bein. So romantische Anwandlungen fabriziert da Jack Black, den wir alle noch von den White Stripes kennen und lieben lernten, nunmehr als Frontmann mit seinem Nebenprojekt The Raconteurs. Hier mit seiner Band wird geschmachtet, doch visuell mal ganz anschaulich dargeboten, wofür man so seine Hände gebrauchen kann: da hätten wir Zaubertricks, befummeln der Drums, Spielerei und natürlich, last but not least, musizieren! Warum ausgerechnet im Mädcheninternat und was man dort alles mit seinen Händen noch machen kann überlassen wir mal eurer Fantasie ….

Dashboard Confessional – Hands Down

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So ganz einfach kann man dem süßen singenden und Gitarre spielenden Frontmann Chris Carrabba von Dashboard Confessional seinen Ruf als Schmuse-Indierocker nicht absprechen. Denn die zumeist seichten, aber eingängig und wunderbar verträumt klingenden Liedchen über die Freud sowie das Leid rund um die Liebe, laden höchstens zum wilden Rumknutschen ein. Ihre 2003 veröffentlichte Singleauskopplung Hands Down aus dem Album A Mark, a Mission, a Brand, a Scar ist dafür ein Paradebeispiel: In der besonders heißen Phase der Verliebtheit ist die Welt eine riesige rosa Herzwolke und jedes Staubkorn kann zu einer unvergesslichen Erinnerung mutieren. Aus diesem Grunde kommen die Hände hier im metaphorischen Sinne zum Einsatz, indem sie himmelwärts ausgestreckt werden und die schönsten Liebeserlebnisse noch strahlender erscheinen lassen. Das Praktische: zurück in der Realität kann man Hands Down im wahrsten negativen Sinne des Wortes wiederverwenden.

Pink – U + Ur Hand

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Wenn man eine so rotzfreche, beinharte Schnalle ist wie unsere liebe Pink, weiß man wie man auf aufdringliche Anmachen im Club reagiert: Man sagt „dickhead“, er soll sich verpissen und wünscht ihm dann auch noch eine schöne Zeit mit sich und seiner Hand. Die wird er nämlich gut gebrauchen können, wenn er sich abends zu Hause…naja, hinsetzt, um der Pink einen Entschuldigungsbrief wegen seiner Unverschämtheiten zu schreiben. So nützlich können Hände sein!

Starsailor – Tie up my Hands

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Die Britpop Band Starsailor rückt den Händen im Geiste auf die Pelle und kettet die eine ganz fest an die Wand des Misstrauens und die andere an die der Ohnmacht - nun ja, zumindest in ihrem Song Tie up my Hands. Denn dient das Leben als bunte Fassade, hinter der entweder nichts oder die pure Selbstzerstörung steckt, kann keine ernsthafte Bindung aufgebaut beziehungsweise gehalten werden. Da kann es leicht passieren, dass die einfachsten Gesten, wie das Tätscheln der Haare mit den Händen zur Beruhigung, zu einem Ding der Unmöglichkeit werden. In diesem Sinne: Nehmt eine geliebte Person in die Arme und krault sie wild oder sanft mit den Händen, damit keine Zweifel über die ehrlich empfundene Zuneigung entstehen.

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