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Aliens wie wir

05. Dec 09: Jorge Blancos Animationsfilm Planet 51 | Jana Brinckmann

Wie oft hat sich die Menschheit schon die Frage gestellt, ob es in den Weiten des Universums intelligentes Leben gibt. Der US-amerikanische Astronaut Charles ‚Chuck‘ Baker aus dem Animationsfilm von Regisseur Jorge Blanco und Autor Joe Stillman (Shrek), kann diese Frage überraschenderweise mit „Ja“ beantworten. Denn auf dem Lichtjahre entfernten Planeten 51 existiert eine sehr amerikanische und damit ‚natürlich‘ auch intelligente Spezies, die sich evolutionstechnisch in den Fünfzigern befindet. Mit vielen Bezügen zu diversen Science-Fiction-Filmen wie Alien oder E.T. versuchen die Produzenten ein witziges Weltraum-Abenteuer über die „unheimliche Begegnung der dritten Art“ zu kredenzen, die gar nicht so unheimlich sein muss. Umso bedauerlicher ist, dass sich der Witz und die Originalität der Idee nicht in der Handlung widerspiegeln.

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culturgut

24. Nov 09: Gus van Sants Experimentalfilm Gerry | Dobrila Kontic

Es ist eine dieser tragischen Geschichten, die uns zeigen, wie unbarmherzig das Schicksal manchmal sein kann: 1999 machen sich die beiden Mittzwanziger und besten Freunde David Coughlin und Raffi Kodikian auf zu einem ‚Road Trip‘ von Massachusetts nach Kalifornien. Unterwegs machen sie Halt im Carlsbad Caverns National Park, einem Teil der Chihuahua-Wüste im Süden New Mexicos und gehen zu Fuß weiter. Der ungeplante Ausflug wird zum Horrortrip – die beiden Freunde verirren sich in der unübersichtlichen trockenen Landschaft, streifen drei Tage lang mit nur dürftigen Wasservorräten umher, bis Coughlin kollabiert und seinen Freund bittet, ihm beim Sterben behilflich zu sein. Kodikian tut es – und wird am nächsten Tag vom Park-Ranger gefunden und gerettet. Daraufhin wird Kodikian der Prozess gemacht, die Medien befassen sich mit der tragischen Geschichte und auch der Regisseur Gus van Sant wird auf diesen Fall aufmerksam. 2002 erscheint schließlich mit Gerry ein Film, der zwar an den realen Fall von Coughlin und Kodikian vage angelehnt, aber vielmehr als urmenschliches, existentielles Drama fernab jeglicher Hollywood-Konventionen zu betrachten ist.

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Und noch ein Katastrophenfilm…

14. Nov 09: Roland Emmerichs Endzeitvision 2012 | Jana Brinckmann

Liebe Leser und Leserinnen bitte haltet euch fest, denn die folgende Nachricht wird unser aller Zukunft verändern: Die Welt wird untergehen! Und das zum x-ten Mal… Der neue alte Prophet ist kein geringerer als der deutsche Regisseur, Drehbuchautor und Filmproduzent Roland Emmerich. Nach durchaus zu honorierenden filmischen Querschlägern wie Trade und 10.000 B.C., scheint ihm die Welt, „so wie wir sie kennen“ wieder mal gehörig auf die Nerven zu gehen, weshalb fünf Jahre nach The Day After Tomorrow ein neuer Katastrophenfilm her muss. Doch kann noch ein Endzeitdrama die Kinowelt wirklich beeindrucken oder gar überraschen?

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culturgut

09. Nov 09: Die Kraft der Fantasie - Guillermo del Toros Meisterwerk Pans Labyrinth | Jana Brinckmann

Im Jahr 2006 überraschte der mexikanische Regisseur Guillermo del Toro (Hellboy, Blade II) mit seinem ungewohnt poetischen Werk Pans Labyrinth, für das er drei Oscars, drei BAFTA-Awards (britischer Filmpreis), sieben Goya-Awards (spanischer Filmpreis) sowie zahleiche Nominierungen erhielt. Denn inmitten einer schaurig-schönen Kulisse gelingt ihm auf sehr emotionale Weise die Verbindung aus der grausamen Historie des faschistischen Spaniens und der mystischen Fantasiewelt eines kleinen Mädchens.

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Glanz und Elend einer Adligen

08. Nov 09: Saul Dibbs Kostümdrama Die Herzogin | Dobrila Kontic

„Im Glanz des Adels, Im Schatten der Liebe“ – dieser unglücklich gewählte deutsche Untertitel von Die Herzogin lässt eine peinliche Schmonzette vermuten, aber Saul Dibbs Verfilmung des Lebens der Duchess of Devonshire hat bei weitem mehr zu bieten: eine feinfühlige und aufschlussreiche Studie zu Glanz und Elend der adligen Frau im 18. Jahrhundert, in der eine sehr souveräne und mit Kostümrollen inzwischen hinreichend vertraute Keira Knightley mal wieder brilliert.

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Drama without a cause

15. Oct 09: Rowan Woods’ Filmdrama Winged Creatures | Dobrila Kontic

Berichte über Amokläufe im Ausland und hierzulande lösen immer wieder eine gewisse Ratlosigkeit und Erschütterung in der Gesellschaft aus. Psychologen und Politiker mischen in der Diskussion um Motive und Präventivmaßnahmen eifrig mit, vermögen aber kaum die Dimensionen solch unfassbarer Taten hinreichend zu erkunden und begreifbar zu machen. Filmische Auseinandersetzungen mit dem Phänomen des Amoklaufs schaffen dies vielleicht ebenso wenig, versuchen aber zumindest durch Perspektivwechsel differenzierte Muster fernab simpler Ursache- und Wirkungs-Schemata aufzuzeigen. Ein solcher Versuch ist auch der US-Film Winged Creatures, der sich auf die Überlebenden eines Amoklaufs konzentriert, aber leider an allzu simplen Schlussfolgerungen und der Distanz zu seinen Figuren scheitert.

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