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Der Tod auf der Straße

17. Jun 10: Christian Povedas eindringlicher Dokumentarfilm La Vida Loca | Dobrila Kontic

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„La Vida Loca“ (dt.: Das verrückte Leben) ist ihr Motto, sie tragen Tatoos am ganzen Körper und manche sogar im Gesicht, sie sind brutal und stammen aus armen Verhältnissen: Die Jugendgang ‚Mara 18‘ hat ihre Ursprünge in den USA, ist inzwischen aber hauptsächlich ein Problem Mittelamerikas. Vor allem im an Guatemala und Honduras angrenzenden Staat El Salvador sorgen die Maras, die schon Jugendliche ab zwölf Jahren für ihre kriminellen Machenschaften und ihren ewigen Kampf gegen die rivalisierenden ‚Mara Salvatrucha‘ rekrutieren, für Angst und Schrecken. Der spanisch-französische Fotojournalist Christian Poveda wollte mehr über dieses Phänomen erfahren, die Motivation der Jugendlichen ergründen und eine Lösung für die Spirale aus Armut, Angst und Gewalt finden. Für den Dokumentarfilm La Vida Loca begleitete er 16 Monate lang das Leben der ‚Mara 18‘ im Örtchen La Campanera, wurde Zeuge von Morden an einiger seiner Protagonisten und zahlte nach dem Ende der Dreharbeiten schließlich selbst mit seinem Leben.

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Abenteuerland Leben

15. Jun 10: Greg Mottolas Coming of Age-Film Adventureland | Dobrila Kontic

Ein weiterer Fall von „Im Kino leider untergegangen, auf DVD hoffentlich ein Erfolg“: Mit Adventureland präsentiert uns Regisseur und Drehbuchautor Greg Mottola (SuperBad) eine charmante Sommer-Komödie übers Erwachsenwerden, das hier ausgerechnet in einem schäbigen Vergnügungspark stattfinden soll. Etwas schrullige, aber liebenswerte Charaktere, 80er-Jahre-Nostalgie und ein sehr hörenswerter Soundtrack verleihen der aus zahlreichen Coming of Age-Geschichten bereits bekannten Handlung dabei den nötigen Schwung und Unterhaltungswert.

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Die Schicksalsfrage

27. May 10: Mike Newells Fantasy-Abenteuer Prince of Persia – Der Sand der Zeit | Jana Brinckmann

Ob Lara Croft: Tomb Raider (2001), Resident Evil 1-4 (2002-2010), Doom (2005) oder Far Cry (2008): Videospiele gehörten und werden auch zukünftig zu einer der wichtigsten Inspirationsquellen beziehungsweise Vorlagen für Leinwandproduktionen gehören. Seit neuestem hat es auch das Jump ‚n‘ Run Action-Abenteuer-Spiel „Prince of Persia“ mit der 2003 erstmals veröffentlichten Trilogie „The Sands of Time“ in die Kinos geschafft. Zu verdanken haben wir diesen Streich á la Tausendundeine Nacht dem Fluch der Karibik-Produzenten Jerry Bruckheimer, der sich schnell die Filmrechte für die mehrfach ausgezeichnete Game-Vorlage kaufte. Wir dürfen gespannt sein, ob der Film an den Erfolg des Spiels anknüpfen kann oder nur ein Kopfschütteln mehr versucht, angesichts des bisher zu Recht ramponierten Images computerspielbasierter Verfilmungen.

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Die große Fuchsjagd

25. May 10: Wes Andersons Animationsfilm Der fantastische Mr. Fox | Martin Müller

In Zeiten, wo der 3D-Effekt scheinbar den klassischen Film aus den Kinos vertreibt und die großen Animationsstudios neben allerhand visuellen Schnickschnack immer neue technische Wunderwerke herausbringen, mutet es schon seltsam an, wenn sich ein Regisseur der veralteten Stop-Motion-Animation widmet. Und wenn dieser Regisseur auch noch Wes Anderson heißt, sollte man hellhörig werden. Mit Filmen wie Die Royal Tenenbaums (2001) und Die Tiefseetaucher (2004) vermochte Anderson es, eine ganz eigene Erzählweise und Bildsprache, mit verschrobenen Charakteren und skurrilem Humor gepaart mit einem hochkarätigen Ensemble, von Bill Murray bis Anjelica Huston, zu entwickeln. Nun versuchte sich Anderson am Animationsfilm, was ihm prompt eine Oscar-Nominierung einbrachte. Als Grundlage diente das Kinderbuch „Fantastic Mr. Fox“ von Roald Dahl. Die rührende Geschichte des selbstverliebten Fuchses Mr. Fox, der nicht nur sich sondern auch seine Familie und die Tiere der Umgebung durch seine törichten Handlungen in Gefahr bringt, wird hier als ein Anderson typischer Erwachsenfilm im niedlichen Format präsentiert.

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Wenn der Sinn stiften geht

20. May 10: Allen Coulters Familiendrama Remember me | Dobrila Kontic

„Fast alles, was du tust, ist letzten Endes unwichtig. Aber es ist wichtig, dass du es tust.“ Mehrmals wird dieses vom indischen Freiheitskämpfer und Pazifist Mahatma Gandhi stammende Zitat in Allen Coulters Familiendrama Remember me von der Hauptfigur Tyler Hawkins überdacht, weiß der junge Student nach einer traumatischen Erfahrung doch äußerst wenig mit seinem Leben anzufangen. Eine vielversprechende Ausgangslage, die den Zuschauer erwarten lässt, mit einer sinnstiftenden Veränderung im Leben des Protagonisten konfrontiert zu werden. Doch wohin der Film nach zwei eher gemächlichen Stunden steuert, vermag leider nur zu enttäuschen.

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Überraschungseier zum Verlieben

18. May 10: Alan Pouls romantische Komödie Plan B für die Liebe | Jana Brinckmann

Jennifer Lopez hat durchaus ihre ganz eigenen Vorzüge. Neben Stimme und Po, hat sie noch ein paar sexy Moves drauf und kann, wie so viele Rampenlicht-Künstler, einfach nicht die Finger von der Schauspielerei lassen. Sicher, ein gewisses Talent ist vorhanden. Doch bei eingehender Betrachtung ihrer Filmografie, entdeckt man viele inhaltliche, aber auch kommerzielle Flops, wie die Liebeskomödien Gigli (kommerziell) oder Manhattan Love Story (inhaltlich), die vor Klischees und Kitsch nur so triefen. Leider bleiben wir auch in diesem Frühjahr nicht davon verschont, wenn es heißt: Mrs. Right und Mr. Right verlieben sich zu einem ungünstigen Zeitpunkt, weshalb sich der Weg zum Glück etwas holperig gestaltet. Oder gibt es diesmal doch kein Glück am Ende?

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