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‚Second Life‘ wird Wirklichkeit

27. Jan 10: Jonathan Mostows Zukunftsvision Surrogates | Jana Brinckmann

Roboter, die den Menschen immer ähnlicher werden. Computerrollenspiele wie Die Sims oder Second Life, die das ‚reale‘ Leben simulieren und es nahezu ablösen können, weil das fiktive Selbst so viel idealer zu sein vermag. Wohin kann uns die Wissenschaft noch führen? Eine durchaus mögliche Antwort präsentieren uns der Regisseur und die Drehbuchautoren zum Film Surrogates, die auf Grundlage des gleichnamigen Comics von Robert Venditti und Brett Weldele (2005/2006) die bereits existierende virtuelle Welt Wirklichkeit werden lassen.

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culturhäppchen

25. Jan 10: The Vampire Diaries | Jana Brinckmann

Das neue Jahr beginnt wie das alte endete: mit Vampiren. Nachdem der Vampir-Serien-Hype nach Buffy erheblich abnahm, scheint er im Zuge der Twillight-Filme wieder zu erstarken. Zumindest wenn man nach den Zuschauerquoten beim Start der neuen Blutsauger-Teenie-Serie The Vampire Diaries auf ProSieben geht. Unglaubliche 2,72 Millionen Menschen zwischen 14 und 49 Jahren sollen die Pilot-Folge am 20. Januar 2010 gesehen haben! Warum? Ehrlich gesagt weiß ich es nicht, denn die Handlung ist mindestens so alt wie die erste schmalzige Liebesgeschichte gepaart mit dem Vampir- und/oder Alienmythos. Letzteres verkörpert zum Beispiel die Serie Roswell (1999-2002). Ein wunderhübsches Mädchen, hier die High-School-Schülerin Elena, steht zwischen zwei Jungs, in diesem Fall den Vampir-Brüdern Stefan ‚der Gute‘ und Damon ‚der Böse‘. Die weibliche Hauptdarstellerin ist natürlich eine unaussprechlich gute Seele mit einem tragischen Schicksal (Vollwaise) und einer „Doppelgängerin“, welche auf mysteriöse Weise mit den Brüdern in Verbindung steht. Elena und Stefan ‚der Gute‘ verlieben sich sofort und Damon ‚der Böse‘ funkt dazwischen. Und damit es auch ‚spannend‘ bleibt, gibt es außerdem Morde, Verwandlungen, Intrigen und gebrochene Herzen zu sehen, selbstverständlich im melodramatischen Teenie-Gewand. Die Serie ist demnach nicht nur langweilig und vorhersehbar, sondern auch ein echtes Ärgernis für die Fans der Romanvorlage von Lisa J. Smith, da neben Namen und Aussehen, sogar ganze Handlungsstränge und Beziehungen zwischen den Figuren geändert wurden. Fazit: Das Angebot an hervorragend aussehenden Schauspielern ist bemerkenswert, allerdings kann kein Augenschmaus der Welt einen guten Drehbuchautor ersetzen!

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Mutter Natur als Globales Netzwerk

20. Dec 09: James Camerons Avatar – Aufbruch nach Pandora | Jana Brinckmann

Nach ca. 12-jähriger Pause präsentiert uns James Cameron sein neustes und teuerstes Werk Avatar, welches von diversen Medien sowie ausgebufften Werbestrategen schon lange vor der ersten Premiere ausgeschlachtet und hochgelobt wurde. Mehr als fünf Jahre soll der Titanic-Regisseur an dem rund 500 Millionen Dollar schweren 3-D-Epos gearbeitet und auf jedes kleinste Detail der „superanimierten“ Kitsch-Romanze mit „Back-to-Nature“-Philosophie wert gelegt haben. Aber ob sich der Aufwand wirklich gelohnt hat, werden die Einspielergebnisse zeigen (zumindest in finanzieller Hinsicht).

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Blutige Tradition

12. Dec 09: James McTeigues Mixed-Martial-Arts-Splatter Ninja Assassin | Jana Brinckmann

Die meisten fernöstlichen Kampfkünste wie Kung Fu faszinieren durch perfekte Körperbeherrschung, Schnelligkeit und die Möglichkeit, den Gegner ohne viel Muskelkraft, aber dafür mittels konzentrierter Energie zu besiegen. Doch in der Lehre dieses Kampfes steckt viel mehr. Denn den Schülern werden nicht nur tödliche Techniken beigebracht, sondern auch philosophische und moralische Werte. Beispielsweise soll der Kämpfer in sich ruhen und darf niemals einen Kampf provozieren. Eine besondere Ausnahme bildet dagegen (das ursprüngliche) Ninjutsu, die Kampfkunst der Ninjas, deren Entwicklung, genauso wie die der Samurai, militärische Hintergründe hat, aber heutzutage, weit vom kriegerischen Grundgedanken entfernt, ebenfalls der körperlichen und geistigen Ertüchtigung dient. Ihre Devise lautete: Angriff bis zum Tod. Ihre Methode: lautlos, blitzschnell und vor allem unsichtbar. So präsentieren sich auch die Ninja-Auftragskiller in James McTeigues Regiedebüt Ninja Assassin. In Clans organisiert, bilden die Großmeister in geheimen ‚Militärcamps‘ entführte Waisenkinder zu gnadenlosen Meuchelmördern aus und das bereits seit Tausenden von Jahren. Dem japanischen Ozunu-Clan wird diese blutige Tradition allerdings zum Verhängnis, denn ihr begnadetster Kämpfer Raizo, ‚wunderschön‘ vom koreanischen Model, Tänzer und Popstar Rain gespielt, wird abtrünnig… Für den Zuschauer bedeutet das: Blut, Blut und nochmals Blut.

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Die lange Reise des Vampirs

08. Dec 09: Von Dracula bis New Moon - Was aus dem Vampir in der Popkultur wurde | Dobrila Kontic

Es nützt alles nichts. Wir können es mit Weihwasser, Knoblauch oder dem klassischen Pflock durchs Herz versuchen – Vampire bleiben unsterblich. Zumindest als Mythos und in Form von literarischen und filmischen Verarbeitungen verfolgt uns die Vampir-Figur seit jeher und löst mitunter eine ziemlich lukrative Welle der Faszination aus. So auch Stephenie Meyers‘ nun wirklich zwielichtige Twilight-Saga, dessen zweiter Teil derzeit zahlreiche Teenager in die deutschen Kinos lockt. Doch die Vampire, die uns Meyer in ihrer Tetralogie präsentiert, sind im Vergleich zu ihren zahlreichen Vorgängern in Film und Literatur, nur seichte Schatten ihrer selbst. Sofern sie welche haben…

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Aliens wie wir

05. Dec 09: Jorge Blancos Animationsfilm Planet 51 | Jana Brinckmann

Wie oft hat sich die Menschheit schon die Frage gestellt, ob es in den Weiten des Universums intelligentes Leben gibt. Der US-amerikanische Astronaut Charles ‚Chuck‘ Baker aus dem Animationsfilm von Regisseur Jorge Blanco und Autor Joe Stillman (Shrek), kann diese Frage überraschenderweise mit „Ja“ beantworten. Denn auf dem Lichtjahre entfernten Planeten 51 existiert eine sehr amerikanische und damit ‚natürlich‘ auch intelligente Spezies, die sich evolutionstechnisch in den Fünfzigern befindet. Mit vielen Bezügen zu diversen Science-Fiction-Filmen wie Alien oder E.T. versuchen die Produzenten ein witziges Weltraum-Abenteuer über die „unheimliche Begegnung der dritten Art“ zu kredenzen, die gar nicht so unheimlich sein muss. Umso bedauerlicher ist, dass sich der Witz und die Originalität der Idee nicht in der Handlung widerspiegeln.

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