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06. Feb 12: Unsere Fernsehtipps für die Woche vom 6. bis zum 12. Februar 2012 | culturshock-Team

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Fest im Wintergewand holt der Februar scheinbar all das nach, was der bisherige Winter missen ließ und hüllt die Landschaften in weißes Dekor und die Seen und Flüsse in festgefrorene Tiefkühler. Schneidender Wind und Temperaturen gefährlich am Niveau Sibiriens machen trotz Sonnenschein kaum Lust und Laune auf große Unternehmungen an der Luft, die im wahrsten Sinne des Wortes als frisch bezeichnet werden kann. So dann haben wir als Alternative wieder nach Filmen Ausschau gehalten und einige interessante Highlights herausgesucht. Am Dienstag lässt uns Pedro Almodóvar in seiner unverkennbaren Art durch alle Lage der Gefühlswelt eifern, wenn wir der herrlichen Penélope Cruz durch Liebe und deren Abgründe folgen. Am Donnerstag tauchen wir tief in die Filmgeschichte mit Metropolis von 1925, in dem Fritz Lang ein düsteres Bild einer alles verschlingenden Stadt der Zukunft zeichnet. Am Sonntag haben wir dann gleich drei Empfehlungen: Zum Auftakt blicken wir in die verstörende Geschichte des Warschauer Ghettos in Roman Polanskis Der Pianist. Später habt ihr dann die Wahl zwischen einem bewegenden britischen Independent-Film und einer gar nicht so unrealistischen Zukunftsvision. Wir wünschen euch eine unterhaltsame Woche mit reichlich gutem Filmstoff, der die langen Winterabende gar nicht so ungemütlich erscheinen lässt.

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Die Wiederentdeckung der Langsamkeit

26. Aug 11: Die Ford Brothers besinnen sich mit ihrem Fantasy Filmfest-Beitrag The Dead auf die Ursprünge des Zombiefilm-Genres zurück | Dobrila Kontić

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Ein Vorteil am untoten Dasein: Man hat jede Menge Zeit, um sich ständig neu zu erfinden. So ergeht es neben dem Vampir auch dem Zombie, der als Figur in den einschlägigen Filmen der letzten Jahre einige Wandlungen erfahren durfte: Er wurde schneller (28 Days Later), klüger (Land of the Dead) und witziger (Shaun of the Dead). Und mitunter ließen sich auch die potentiellen Opfer ausgeklügeltere Taktiken einfallen (Zombieland). Doch Schluss mit den Neuerungen, zurück zu den Wurzeln – dachten sich wohl die Macher von The Dead und lassen ihre Untoten in diesem Genrefilm ganz old school im Schneckentempo und mit sinnentleertem Gesichtsausdruck durch die Gegend schlurfen. Lediglich das Setting ist neu: Die Zombie-Invasion sucht hier ausgerechnet den schwarzen Kontinent heim – als hätte er’s nicht schwer genug.

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Die Luft wird dünn, die Handlung auch

25. Aug 11: Julian Gilbeys Action-Thriller A Lonely Place To Die enttäuschte auf dem Fantasy Filmfest | Dobrila Kontić

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Schwindelerregende Höhen, dünne Luft und ein stets mitkletterndes Sicherheitsrisiko – Bergsteigen ist an und für sich schon ein äußerst spannendes und häufig auch leider dramatisches Unterfangen. Ein Thriller vor solch einem Szenario kann den Puls des Zuschauers in ungeahnte Höhen schnellen lassen, wie 1993 bereits Cliffhanger bewies. Und auch Julian Gilbeys Actionthriller A Lonely Place To Die beschert uns zu Beginn anhand kleinerer Ausrutscher bei der Kletterpartie von fünf Freunden noch so manchen Schockmoment, bis der Film zu seinem eigentlichen Handlungskern kommt und einer Talfahrt gleicht.

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Die Rohrzange Gottes

23. Aug 11: James Gunns blutrote Superhelden-Komödie Super | Jana Brinckmann

Super is a fucked up film with heart.“ Mit diesem Kommentar stellte der charismatische US-amerikanische Regisseur James Gunn (Scooby Doo, Slither) beim Fantasy Filmfest 2011 in Berlin sein aktuelles Werk vor, welches wunderbar das Anti-Superhelden-Genre bereichert und neben Matthew Vaughns Kick-Ass, den gewöhnlichen Superhelden-Streifen, wie X-Men oder Superman, die Stirn bietet. Und das ganz ohne Superkräfte! Gleichzeitig warnt Gunn das Publikum allerdings vor der besonderen Härte sowie Verrücktheit dieser Low-Budget-Produktion, die wohl nur etwas für Freaks sei. Denn unser Superheld Frank D’Arbo (Rainn Wilson) ist alles andere als heroisch: Seine Methoden im Kampf gegen das Böse sind sehr martialisch, sein Leitmotiv herrlich eigennützig und niemand weiß so recht, ob er nun tatsächlich ein Held oder doch eher ein Psychopath ist.

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Dramatisch, Drastisch, Gut.

22. Aug 11: Tim Fehlbaums Spielfilm-Debüt Hell beeindruckt auf dem Fantasy Filmfest 2011 | Dobrila Kontić

Eigentlich ist es erstaunlich, dass ein Land wie Deutschland, das weltweit für seine regelmäßigen medialen Panikattacken hinsichtlich vermeintlich zerstörerischer Umwelt- und Marktphänomene bekannt ist, so wenig Endzeitfilme hervorbringt. Ganz zu Unrecht wird der Begriff ,German Angst‘ im angelsächsischen Raum jedenfalls nicht gebraucht, hierzulande fehlt es möglicherweise manchmal an der inneren Gelassenheit oder Nonchalance – ob das so schlecht ist, sei mal dahingestellt. Doch mit seinem Debütfilm Hell nimmt sich der Jungregisseur Tim Fehlbaum einer der dutzenden gesellschaftlichen Zukunftsängste (Klimawandel!) beherzt an und schafft ein Endzeitszenario, das durch eine interessante Figurendynamik und vor allem durch die grandiose visuelle Umsetzung besticht.

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Verfluchtes Glück

18. Aug 11: Agnès Merlets Fantasy-Romanze HIDEAWAYS | Jana Brinckmann

Die französische Regisseurin Agnès Merlet ist wahrlich keine Hollywood-Filmemacherin, was durchaus sehr positiv bewertet werden kann. Denn ihre Werke glänzen nicht etwa durch Spezialeffekte oder Stars aus der ersten Riege, sondern durch bewegende Schicksale von sowohl fiktiven als auch historischen Figuren, wie beispielsweise die erste populäre Malerin Artemisia Gentileschi, die im 17. Jahrhundert lebte (Artemisia – Schule der Sinnlichkeit). Ihr aktuelles Werk Hideaways ehrt dabei einen ganz besonderen Antihelden: Frankensteins Monster. Zwar wird diesem keine eigene Verfilmung zuteil, doch dient seine Tragik zumindest als Inspirationsquelle für Merlets neueste Figuren-Kreation: James (Harry Treadaway) – ein einsamer, gefürchteter und deshalb auch von einigen gehasster Junge beziehungsweise junger Mann, der aufgrund seiner totbringenden Gabe in die Isoliertheit eines Waldes fliehen muss. Doch wie es sich für eine vernünftige Romanze gehört, entdeckt im geschlechtsreifen Alter eine holde Maid das schwarze Fleckchen Erde, welches unser zu einem ansehnlichen Monster heranwachsender Held bewohnt…

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