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culturhäppchen

14. Dec 09: "Little Lion Man" - die neue Single von Mumford & Sons | Martin Müller

Musik

Mit ihrem kürzlich erschienenen Debüt „Sigh No More“ haben sich Mumford & Sons gleich die Herzen der Kritiker erobert. „Little Lion Man“ ist die erste Single aus diesem Album und auch das beschwingteste Stück. Wunderbar kommen hier Banjo, Dobro und Fußtrommeln zum Einsatz und begleiten den eindringlichen und brennenden Gesang von Frontmann Marcus Mumford. Geradezu euphorisch steigert sich das Lied bis es im herrlichen Finale mündet. Das zum Refrain anschwellende Tempo, das einsetzende Banjo und hämmernden Drums entfalten eine frohlockende Dynamik. Wie das gesamte Album, zeugen die Harmonien von großem Wohlklang. Wer von dieser Single überzeugt ist, sollte auch das Album nicht schmähen, denn es birgt große Qualitäten. Zwar kann man von „Little Lion Man“ nicht auf das Album schließen, denn es geht dort zumeist wesentlich gedämpfter zu. Doch ist es für dieses Jahr eines der besten Folk-Alben, dem man nicht wiederstehen kann.

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Blutige Tradition

12. Dec 09: James McTeigues Mixed-Martial-Arts-Splatter Ninja Assassin | Jana Brinckmann

Kino & TV

Die meisten fernöstlichen Kampfkünste wie Kung Fu faszinieren durch perfekte Körperbeherrschung, Schnelligkeit und die Möglichkeit, den Gegner ohne viel Muskelkraft, aber dafür mittels konzentrierter Energie zu besiegen. Doch in der Lehre dieses Kampfes steckt viel mehr. Denn den Schülern werden nicht nur tödliche Techniken beigebracht, sondern auch philosophische und moralische Werte. Beispielsweise soll der Kämpfer in sich ruhen und darf niemals einen Kampf provozieren. Eine besondere Ausnahme bildet dagegen (das ursprüngliche) Ninjutsu, die Kampfkunst der Ninjas, deren Entwicklung, genauso wie die der Samurai, militärische Hintergründe hat, aber heutzutage, weit vom kriegerischen Grundgedanken entfernt, ebenfalls der körperlichen und geistigen Ertüchtigung dient. Ihre Devise lautete: Angriff bis zum Tod. Ihre Methode: lautlos, blitzschnell und vor allem unsichtbar. So präsentieren sich auch die Ninja-Auftragskiller in James McTeigues Regiedebüt Ninja Assassin. In Clans organisiert, bilden die Großmeister in geheimen ‚Militärcamps‘ entführte Waisenkinder zu gnadenlosen Meuchelmördern aus und das bereits seit Tausenden von Jahren. Dem japanischen Ozunu-Clan wird diese blutige Tradition allerdings zum Verhängnis, denn ihr begnadetster Kämpfer Raizo, ‚wunderschön‘ vom koreanischen Model, Tänzer und Popstar Rain gespielt, wird abtrünnig… Für den Zuschauer bedeutet das: Blut, Blut und nochmals Blut.

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Die lange Reise des Vampirs

08. Dec 09: Von Dracula bis New Moon - Was aus dem Vampir in der Popkultur wurde | Dobrila Kontic

Kino & TV

Es nützt alles nichts. Wir können es mit Weihwasser, Knoblauch oder dem klassischen Pflock durchs Herz versuchen – Vampire bleiben unsterblich. Zumindest als Mythos und in Form von literarischen und filmischen Verarbeitungen verfolgt uns die Vampir-Figur seit jeher und löst mitunter eine ziemlich lukrative Welle der Faszination aus. So auch Stephenie Meyers‘ nun wirklich zwielichtige Twilight-Saga, dessen zweiter Teil derzeit zahlreiche Teenager in die deutschen Kinos lockt. Doch die Vampire, die uns Meyer in ihrer Tetralogie präsentiert, sind im Vergleich zu ihren zahlreichen Vorgängern in Film und Literatur, nur seichte Schatten ihrer selbst. Sofern sie welche haben…

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Aliens wie wir

05. Dec 09: Jorge Blancos Animationsfilm Planet 51 | Jana Brinckmann

Kino & TV

Wie oft hat sich die Menschheit schon die Frage gestellt, ob es in den Weiten des Universums intelligentes Leben gibt. Der US-amerikanische Astronaut Charles ‚Chuck‘ Baker aus dem Animationsfilm von Regisseur Jorge Blanco und Autor Joe Stillman (Shrek), kann diese Frage überraschenderweise mit „Ja“ beantworten. Denn auf dem Lichtjahre entfernten Planeten 51 existiert eine sehr amerikanische und damit ‚natürlich‘ auch intelligente Spezies, die sich evolutionstechnisch in den Fünfzigern befindet. Mit vielen Bezügen zu diversen Science-Fiction-Filmen wie Alien oder E.T. versuchen die Produzenten ein witziges Weltraum-Abenteuer über die „unheimliche Begegnung der dritten Art“ zu kredenzen, die gar nicht so unheimlich sein muss. Umso bedauerlicher ist, dass sich der Witz und die Originalität der Idee nicht in der Handlung widerspiegeln.

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culturhäppchen

01. Dec 09: "Pflaster" - die neue Single von Ich+Ich | Martin Müller

Musik

Bei Ich + Ich hat man irgendwie immer das Gefühl wenn ein neuer Song erscheint, den schon von irgendwoher zu kennen. Wäre man nett, würde man sagen, dass es am Stil liegt, den sie sich unverkennbar gegeben haben. Aber ohne Schönmalerei: Die Songs klingen bisweilen austauschbar! So geht es dann auch bei „Pflaster“ zu. Stilistisch kommt es in typischer ‚Ich+Ich-Manier‘ daher und Adel Tawil scheint immer noch jemanden zu suchen. Dem legt Annette Humpe noch einen kleinen netten loopigen Beat drunter, der gut in den Sommer passt, zur Strandbar, als nettes Hintergrundrauschen. Im nunmehr dritten Album wird dann auch keine neue textliche Orientierung unternommen und fleißig weiter dem Retter entgegen gesungen. Wohlig verpackt ist diese kleine Popnummer gut was für zwischendurch. Schade, denn so wird es schnell eintönig. Den Plattenverkäufen wird dies keinen Abbruch tun.

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Die Kunst des Leidens

27. Nov 09: Das neue Album „In This Light And On This Evening“ von den Editors | Martin Müller

Musik

Alle Jahre wieder kommt ein Editors-Album – genau gesagt alle zwei Jahre – um uns mit düsteren Klängen aus Britannien zu erfreuen. Nach dem 2005 erschienenen „The Back Room“, das stilistisch sehr an den New Wave/Postpunk der Amerikaner von Interpol erinnerte, und „An End has a Start“ (2007), das dann wesentlich polierter daher kam und musikalisch in die Richtung von U2 und Coldplay tendierte, folgt nunmehr ihr drittes Album „In this Light and on this Evening“. Hierin haben die vier Briten diesmal einen Kehraus vorgenommen und die Gitarren scheinbar auf den Müll geworfen. Das Motto: Weniger ist manchmal mehr! Das Weniger der Gitarren ist dieses Mal ein Mehr an Synthies, wie sie zu Zeiten der jungen Depeche Mode nicht hätte verschwenderischer eingesetzt werden können. Und dem getreu wird es diesmal auch noch düsterer, als es nicht schon durch die tiefe Stimme von Sänger Tom Smith von Haus bei den Editors zugeht.

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