Inhalt:

Aliens wie wir

05. Dec 09: Jorge Blancos Animationsfilm Planet 51 | Jana Brinckmann

Kino & TV

Wie oft hat sich die Menschheit schon die Frage gestellt, ob es in den Weiten des Universums intelligentes Leben gibt. Der US-amerikanische Astronaut Charles ‚Chuck‘ Baker aus dem Animationsfilm von Regisseur Jorge Blanco und Autor Joe Stillman (Shrek), kann diese Frage überraschenderweise mit „Ja“ beantworten. Denn auf dem Lichtjahre entfernten Planeten 51 existiert eine sehr amerikanische und damit ‚natürlich‘ auch intelligente Spezies, die sich evolutionstechnisch in den Fünfzigern befindet. Mit vielen Bezügen zu diversen Science-Fiction-Filmen wie Alien oder E.T. versuchen die Produzenten ein witziges Weltraum-Abenteuer über die „unheimliche Begegnung der dritten Art“ zu kredenzen, die gar nicht so unheimlich sein muss. Umso bedauerlicher ist, dass sich der Witz und die Originalität der Idee nicht in der Handlung widerspiegeln.

[mehr]

culturhäppchen

01. Dec 09: "Pflaster" - die neue Single von Ich+Ich | Martin Müller

Musik

Bei Ich + Ich hat man irgendwie immer das Gefühl wenn ein neuer Song erscheint, den schon von irgendwoher zu kennen. Wäre man nett, würde man sagen, dass es am Stil liegt, den sie sich unverkennbar gegeben haben. Aber ohne Schönmalerei: Die Songs klingen bisweilen austauschbar! So geht es dann auch bei „Pflaster“ zu. Stilistisch kommt es in typischer ‚Ich+Ich-Manier‘ daher und Adel Tawil scheint immer noch jemanden zu suchen. Dem legt Annette Humpe noch einen kleinen netten loopigen Beat drunter, der gut in den Sommer passt, zur Strandbar, als nettes Hintergrundrauschen. Im nunmehr dritten Album wird dann auch keine neue textliche Orientierung unternommen und fleißig weiter dem Retter entgegen gesungen. Wohlig verpackt ist diese kleine Popnummer gut was für zwischendurch. Schade, denn so wird es schnell eintönig. Den Plattenverkäufen wird dies keinen Abbruch tun.

[mehr]

Die Kunst des Leidens

27. Nov 09: Das neue Album „In This Light And On This Evening“ von den Editors | Martin Müller

Musik

Alle Jahre wieder kommt ein Editors-Album – genau gesagt alle zwei Jahre – um uns mit düsteren Klängen aus Britannien zu erfreuen. Nach dem 2005 erschienenen „The Back Room“, das stilistisch sehr an den New Wave/Postpunk der Amerikaner von Interpol erinnerte, und „An End has a Start“ (2007), das dann wesentlich polierter daher kam und musikalisch in die Richtung von U2 und Coldplay tendierte, folgt nunmehr ihr drittes Album „In this Light and on this Evening“. Hierin haben die vier Briten diesmal einen Kehraus vorgenommen und die Gitarren scheinbar auf den Müll geworfen. Das Motto: Weniger ist manchmal mehr! Das Weniger der Gitarren ist dieses Mal ein Mehr an Synthies, wie sie zu Zeiten der jungen Depeche Mode nicht hätte verschwenderischer eingesetzt werden können. Und dem getreu wird es diesmal auch noch düsterer, als es nicht schon durch die tiefe Stimme von Sänger Tom Smith von Haus bei den Editors zugeht.

[mehr]

culturhäppchen

24. Nov 09: "Secrets" - die neue Single von Onerepublic | Martin Müller

Musik

Etwas bombastisch will dieser Song daher kommen. Nur allein viele Streicher, ordentlich Hall unter der Stimme und Harmonien machen noch lange keinen guten Song. Eingängig fad klingt „Secrets“ – ja fast schon banal. Die Melodie geht in den Kopf, aber tritt genau so schnell auch wieder heraus. Und dieser Song ist nun auch noch der Titelsong zum neuen Til Schweiger Film „Zweiohrküken“, ein Aufguss von „Keinohrhasen“, der seicht und belanglos die Herzen des Kinopublikums 2007 erweichte. So scheint die Single wie ein Vorbote auf den Film: Platt und ohne Überraschungen. In glattgebügeltem Sound geht es bei Onerepublic um die Wahrhaftigkeit. Und wahrhaft ist ihnen hier kein Geniestreich gelungen. Seit ihrem Erfolg mit „Apologize“, das hilfreich von Timbaland mit ordentlich Beats versorgt wurde, ist „Secrets“ auch nicht mehr als ein Aufguss. Passt ja ganz gut zusammen – Film und Musik. Oder wie sie sich selbst eingestehen: “My life gets kind of boring“.

[mehr]

culturgut

24. Nov 09: Gus van Sants Experimentalfilm Gerry | Dobrila Kontic

Kino & TV

Es ist eine dieser tragischen Geschichten, die uns zeigen, wie unbarmherzig das Schicksal manchmal sein kann: 1999 machen sich die beiden Mittzwanziger und besten Freunde David Coughlin und Raffi Kodikian auf zu einem ‚Road Trip‘ von Massachusetts nach Kalifornien. Unterwegs machen sie Halt im Carlsbad Caverns National Park, einem Teil der Chihuahua-Wüste im Süden New Mexicos und gehen zu Fuß weiter. Der ungeplante Ausflug wird zum Horrortrip – die beiden Freunde verirren sich in der unübersichtlichen trockenen Landschaft, streifen drei Tage lang mit nur dürftigen Wasservorräten umher, bis Coughlin kollabiert und seinen Freund bittet, ihm beim Sterben behilflich zu sein. Kodikian tut es – und wird am nächsten Tag vom Park-Ranger gefunden und gerettet. Daraufhin wird Kodikian der Prozess gemacht, die Medien befassen sich mit der tragischen Geschichte und auch der Regisseur Gus van Sant wird auf diesen Fall aufmerksam. 2002 erscheint schließlich mit Gerry ein Film, der zwar an den realen Fall von Coughlin und Kodikian vage angelehnt, aber vielmehr als urmenschliches, existentielles Drama fernab jeglicher Hollywood-Konventionen zu betrachten ist.

[mehr]

Und noch ein Katastrophenfilm…

14. Nov 09: Roland Emmerichs Endzeitvision 2012 | Jana Brinckmann

Kino & TV

Liebe Leser und Leserinnen bitte haltet euch fest, denn die folgende Nachricht wird unser aller Zukunft verändern: Die Welt wird untergehen! Und das zum x-ten Mal… Der neue alte Prophet ist kein geringerer als der deutsche Regisseur, Drehbuchautor und Filmproduzent Roland Emmerich. Nach durchaus zu honorierenden filmischen Querschlägern wie Trade und 10.000 B.C., scheint ihm die Welt, „so wie wir sie kennen“ wieder mal gehörig auf die Nerven zu gehen, weshalb fünf Jahre nach The Day After Tomorrow ein neuer Katastrophenfilm her muss. Doch kann noch ein Endzeitdrama die Kinowelt wirklich beeindrucken oder gar überraschen?

[mehr]

Seitenleiste:

Links

Abonnieren

Wir bei...

Weitersagen

Facebook

Twitter

Delicous

Weitere

Fusszeile: