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09. Feb 10: Castle - Eine komödiantische Krimiserie? | Jana Brinckmann

Kino & TV

Neben zweifelhaften Realityshows und Gerichtssendungen dominieren auch Krimiserien wie die verschiedensten, aber doch immergleichen CSI-Formate, Law & Order oder SOKO Leipzig unser TV-Programm. Und weil die Welle des Erfolgs scheinbar nicht abklingen möchte, stürzen sich erneut mutige Surfer des Crime auf sie, angeführt beispielsweise vom US-amerikanischen Drehbuchautor Andrew W. Marlowe. Mit seiner neuen Serie Castle will er aber nicht einfach ein Teil der Masse sein. Deshalb versucht er etwas ganz Verrücktes: die Kombination aus Krimi und Comedy! Umgesetzt wird diese Idee, indem sich zum obligatorischen Polizei-Team, hier das NYPD, ein flirtgeiler Schriftsteller gesellt.

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‚Das beste Album des neuen Jahrzehnts‘

08. Feb 10: Das neue Selbstbewusstsein von Tocotronic mit ihrem neuen Album „Schall und Wahn“ | Martin Müller

Musik

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Nach nunmehr siebzehn Jahren haben es Tocotronic geschafft und mit ihrem neuen Album „Schall und Wahn“ die Spitze der deutschen Albumcharts erklommen. Dies spiegelt sich, auch wenn es vorher nicht abzusehen war, in der Werbung zu diesem Werk wider, wenn sie selbstbewusst und ohne jedwede Bescheidenheit vom „besten Album des neuen Jahrzehnts“ sprechen. Ob hier Größenwahn oder Ironie des Managements im Spiel war und ob es nur ‚Schall‘ oder ‚Wahn‘ ist, sei wohl jedem selbst überlassen. Zumindest springen die großen Musikmagazine auf diesen Zug auf und verschmähen keinen Versuch, Euphemismen unters Volk zur neuen Platte zu verstreuen. Verwunderlich ist dies nicht, denn nach der bereits großartigen letzten Platte „Kapitulation“ von 2007 schien der Gipfel bereits erreicht. Doch Tocotronic wären nicht Tocotronic, wenn da nicht noch eins oben drauf gesetzt werden könnte. Gleichzeitig endet mit „Schall und Wahn“ die sogenannte Berlin-Trilogie und die Hamburger Schule bricht damit ihre Exkursion ins ‚Yuppie‘-Berlin ab. Es bleiben neben „Pure Vernunft darf niemals Siegen“, „Kapitulation“ und jetzt „Schall und Wahn“ erstklassige Beispiele guter deutscher Gitarrenmusik.

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05. Feb 10: Das Deutschland-Debüt Unsterblich von Baschi | René Müller

Musik

Baschi ist in der Schweiz der erfolgreichste Künstler einer Castingshow, obwohl er bei Musicstar nur den sechsten Platz erreichte. Die anschließende Realityshow Baschi National und ein Gefühl für massentaugliche Songs machten ihn dann doch populär. So wurde seine Fußballhymne zur WM 2006 Bring en Hei derart gefeiert, dass sie 2008 auch in Deutschland und Österreich in je einer eigenen Fassung ebenfalls sehr bekannt wurde. Da die kleine Schweiz jedoch auch nur ein kleiner Musikmarkt ist, steht nun natürlich eine Expansion an. Damit sein Debüt in Deutschland nicht im allgemeinen Chartrauschen untergeht, wurde sich bei Til Schweigers Zweiohrküken eingekauft. Dort untermalt der Song nun den Abspann.

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04. Feb 10: Karen O and The Kids – Where the Wild Things are | Martin Müller

Musik

Mit den Yeah Yeah Yeahs mischte Karen O die Indie-Rockszene auf und vermochte es, sich als begnadete Sängerin zu etablieren. Nun schuf sie mit einer All-Star Band, mit ihren Bandkollegen Nick Zinner und Brain Chase, Bradford Cox (Deerhunter), Dean Fertita (Queens Of The Stone Age, The Raconteurs, The Dead Weather) und Jack Lawrence (The Raconteurs), den Soundtrack zu Spike Jonzes Verfilmung des Kinderbuches “Where the Wild Things are” von Maurice Sendak.

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Twitter-Spuckbällchen und Frisuren-Vorwürfe

03. Feb 10: Eindrücke von der Social Media Week in Berlin | Dobrila Kontic

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Seit dem 1. Februar findet im verschneiten Berlin die Social Media Week statt, zeitgleich zu den Konferenzen in London, New York, San Francisco, São Paulo und Toronto. Phänomene des Web 2.0, alias soziale Netzwerke, das Bloggen und Twittern werden hier von Leuten ‚vom Fach‘ diskutiert und kommentiert. Die Veranstaltungen umfassen Workshops und Konferenzen, die sich mit Social Media im unternehmerischen, öffentlichen und non-profit Bereich auseinandersetzen. Auf zwei vielversprechenden Konferenzen war auch ich unterwegs: Im lauschigen Festsaal Kreuzberg standen um 18 Uhr die Diskussion „Social Media Marketing – Die neuen Spielregeln des Social Web“ und anschließend das freudig erwartete Streitgespräch „Chancen und Risiken von Social Media für Medien, Politik und Gesellschaft“ auf dem Plan.

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Die letzten Szenen einer Ehe

01. Feb 10: Michael Hoffmans Tolstoj-Ehe-Drama Ein russischer Sommer | Dobrila Kontic

Kino & TV

Pünktlich zum 100. Todesjahr von Lev Tolstoj erscheint der Film Ein russischer Sommer, der sich mit den letzten Monaten im Leben und in der Ehe des weltbekannten Schriftstellers auseinandersetzt. Der Romanvorlage Tolstojs letztes Jahr von Jay Parini folgend, befasst sich der Film mit den im Jahre 1910 widerstreitenden Kräften am heimischen Hof der Familie Tolstoj. Dabei wird nicht nur der alltäglich gewordene Zwist zwischen den glühenden Anhängern von Tolstojs seit den 1880ern verbreiteten ‚korrigierten‘ christlichen Lehre und seiner Ehefrau Sofia Andrejevna dargestellt. Ein russischer Sommer malt zudem ein lebendiges und rührendes Bild der letzten gemeinsamen Monate eines zugleich auseinander treibenden und sich immer wieder anziehenden Ehepaares.

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