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24. Nov 09: Gus van Sants Experimentalfilm Gerry | Dobrila Kontic

Kino & TV

Es ist eine dieser tragischen Geschichten, die uns zeigen, wie unbarmherzig das Schicksal manchmal sein kann: 1999 machen sich die beiden Mittzwanziger und besten Freunde David Coughlin und Raffi Kodikian auf zu einem ‚Road Trip‘ von Massachusetts nach Kalifornien. Unterwegs machen sie Halt im Carlsbad Caverns National Park, einem Teil der Chihuahua-Wüste im Süden New Mexicos und gehen zu Fuß weiter. Der ungeplante Ausflug wird zum Horrortrip – die beiden Freunde verirren sich in der unübersichtlichen trockenen Landschaft, streifen drei Tage lang mit nur dürftigen Wasservorräten umher, bis Coughlin kollabiert und seinen Freund bittet, ihm beim Sterben behilflich zu sein. Kodikian tut es – und wird am nächsten Tag vom Park-Ranger gefunden und gerettet. Daraufhin wird Kodikian der Prozess gemacht, die Medien befassen sich mit der tragischen Geschichte und auch der Regisseur Gus van Sant wird auf diesen Fall aufmerksam. 2002 erscheint schließlich mit Gerry ein Film, der zwar an den realen Fall von Coughlin und Kodikian vage angelehnt, aber vielmehr als urmenschliches, existentielles Drama fernab jeglicher Hollywood-Konventionen zu betrachten ist.

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Und noch ein Katastrophenfilm…

14. Nov 09: Roland Emmerichs Endzeitvision 2012 | Jana Brinckmann

Kino & TV

Liebe Leser und Leserinnen bitte haltet euch fest, denn die folgende Nachricht wird unser aller Zukunft verändern: Die Welt wird untergehen! Und das zum x-ten Mal… Der neue alte Prophet ist kein geringerer als der deutsche Regisseur, Drehbuchautor und Filmproduzent Roland Emmerich. Nach durchaus zu honorierenden filmischen Querschlägern wie Trade und 10.000 B.C., scheint ihm die Welt, „so wie wir sie kennen“ wieder mal gehörig auf die Nerven zu gehen, weshalb fünf Jahre nach The Day After Tomorrow ein neuer Katastrophenfilm her muss. Doch kann noch ein Endzeitdrama die Kinowelt wirklich beeindrucken oder gar überraschen?

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Die musikalische Epik als Konzept

09. Nov 09: Muse' neues Album “The Resistance“ | Martin Müller

Musik

Ich weiß noch ganz genau, als ich das erste Mal ein Video von Muse gesehen habe und wie schwer es war, das Erstlingswerk „Showbiz“ zu bekommen. Es musste erst für mich bestellt werden! So ändern sich die Zeiten. 2000 war das – und heute? Muse haben sich von einem Geheimtipp zu einer Stadien füllenden Rockband entwickelt. Dabei hielt das ‚Big Business‘ sie nicht davon ab, ihre Exzentrik weiter zu entwickeln und so bildet die neue Platte „The Resistance“ einen Höhepunkt ungeahnter Opulenz, die stolz die Bezeichnung als Konzeptalbum vor sich herträgt. Erstmals selbst produziert, frei von Bevormundung und Einflussnahme, im eigenen Studio, konnte sich Frontmann Matt Bellamy geradezu episch entfalten.

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09. Nov 09: Die Kraft der Fantasie - Guillermo del Toros Meisterwerk Pans Labyrinth | Jana Brinckmann

Kino & TV

Im Jahr 2006 überraschte der mexikanische Regisseur Guillermo del Toro (Hellboy, Blade II) mit seinem ungewohnt poetischen Werk Pans Labyrinth, für das er drei Oscars, drei BAFTA-Awards (britischer Filmpreis), sieben Goya-Awards (spanischer Filmpreis) sowie zahleiche Nominierungen erhielt. Denn inmitten einer schaurig-schönen Kulisse gelingt ihm auf sehr emotionale Weise die Verbindung aus der grausamen Historie des faschistischen Spaniens und der mystischen Fantasiewelt eines kleinen Mädchens.

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Glanz und Elend einer Adligen

08. Nov 09: Saul Dibbs Kostümdrama Die Herzogin | Dobrila Kontic

Kino & TV

„Im Glanz des Adels, Im Schatten der Liebe“ – dieser unglücklich gewählte deutsche Untertitel von Die Herzogin lässt eine peinliche Schmonzette vermuten, aber Saul Dibbs Verfilmung des Lebens der Duchess of Devonshire hat bei weitem mehr zu bieten: eine feinfühlige und aufschlussreiche Studie zu Glanz und Elend der adligen Frau im 18. Jahrhundert, in der eine sehr souveräne und mit Kostümrollen inzwischen hinreichend vertraute Keira Knightley mal wieder brilliert.

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04. Nov 09: Wenn Dummheit mit dem Jenseits flirtet - Wendy Northcutts Sachbuch Die Darwin Awards | Jana Brinckmann

Literatur

Die Natur ist schon ein beeindruckendes System. Arten entstehen, passen sich den aktuellen Bedingungen an und werden wieder ausgelöscht oder erledigen es selbst. Einigen Mitmenschen dauert die Selbstregulation der Natur allerdings zu lange, weshalb sie sich zur spontanen Abhilfe hinreißen lassen. Wie? Sie sterben eigenverschuldet aus Dummheit und bringen uns der Verbesserung des Genpools immer näher. Für die eigenwilligsten Methoden wird seit 1994 der Darwin Award verliehen. Zum Beispiel ging der Preis an einen „zerstreuten Terroristen, der zu wenig Porto auf seine Briefbombe klebte und das zurückerhaltene Päckchen später selbst wieder öffnete“.

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