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Twitter-Spuckbällchen und Frisuren-Vorwürfe

03. Feb 10: Eindrücke von der Social Media Week in Berlin | Dobrila Kontic

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Seit dem 1. Februar findet im verschneiten Berlin die Social Media Week statt, zeitgleich zu den Konferenzen in London, New York, San Francisco, São Paulo und Toronto. Phänomene des Web 2.0, alias soziale Netzwerke, das Bloggen und Twittern werden hier von Leuten ‚vom Fach‘ diskutiert und kommentiert. Die Veranstaltungen umfassen Workshops und Konferenzen, die sich mit Social Media im unternehmerischen, öffentlichen und non-profit Bereich auseinandersetzen. Auf zwei vielversprechenden Konferenzen war auch ich unterwegs: Im lauschigen Festsaal Kreuzberg standen um 18 Uhr die Diskussion „Social Media Marketing – Die neuen Spielregeln des Social Web“ und anschließend das freudig erwartete Streitgespräch „Chancen und Risiken von Social Media für Medien, Politik und Gesellschaft“ auf dem Plan.

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Die letzten Szenen einer Ehe

01. Feb 10: Michael Hoffmans Tolstoj-Ehe-Drama Ein russischer Sommer | Dobrila Kontic

Kino & TV

Pünktlich zum 100. Todesjahr von Lev Tolstoj erscheint der Film Ein russischer Sommer, der sich mit den letzten Monaten im Leben und in der Ehe des weltbekannten Schriftstellers auseinandersetzt. Der Romanvorlage Tolstojs letztes Jahr von Jay Parini folgend, befasst sich der Film mit den im Jahre 1910 widerstreitenden Kräften am heimischen Hof der Familie Tolstoj. Dabei wird nicht nur der alltäglich gewordene Zwist zwischen den glühenden Anhängern von Tolstojs seit den 1880ern verbreiteten ‚korrigierten‘ christlichen Lehre und seiner Ehefrau Sofia Andrejevna dargestellt. Ein russischer Sommer malt zudem ein lebendiges und rührendes Bild der letzten gemeinsamen Monate eines zugleich auseinander treibenden und sich immer wieder anziehenden Ehepaares.

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culturhäppchen

29. Jan 10: Eca de Queirozs Kurzgeschichte Bei der Mühle (No moinho) | Jana Brinckmann

Literatur

Kennt ihr auch langweilige Literaturbesprechungen in der Schule oder teilweise im Studium zu den einzelnen Epochen, die scheinbar nach einem ‚Schema F‘ hinsichtlich der Lektüreauswahl abgehandelt werden? Wir erfahren beispielsweise viel über Hölderlin, Goethe, Wedekind oder Storm, aber kennt ihr auch José Maria Eça de Queiroz (1845-1900)?

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Keine Panik!

28. Jan 10: Und übrigens noch was… - Die von Eoin Colfer verfasste Fortsetzung zu Per Anhalter durch die Galaxis | Rémi Schmidt

Literatur

Wie bitte? Ein neuer Teil der bislang fünfteiligen Trilogie Per Anhalter durch die Galaxis? So ist es! Die Fortsetzung wurde jedoch nicht vom Autor dieser erfolgreichen Science-Fiction-Reihe, Douglas Adams, geschrieben, da er seit dem Jahr 2001 leider nicht mehr in unserer Dimension kreativ waltet. Das neue Werk stammt von dem irischen Schriftsteller Eoin Colfer, der mit seiner Romanserie Artemis Fowl (2001-2009) zum international gefeierten Bestseller-Autor avancierte und zu Douglas Adams‘ größten Bewunderern zählt. Aber kann er dem Mann, der sein „Weltbild abgerissen und in einer anderen Dimension wieder aufgebaut hat“ (Zitat Eoin Colfer, Danksagung) auch gerecht werden?

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‚Second Life‘ wird Wirklichkeit

27. Jan 10: Jonathan Mostows Zukunftsvision Surrogates | Jana Brinckmann

Kino & TV

Roboter, die den Menschen immer ähnlicher werden. Computerrollenspiele wie Die Sims oder Second Life, die das ‚reale‘ Leben simulieren und es nahezu ablösen können, weil das fiktive Selbst so viel idealer zu sein vermag. Wohin kann uns die Wissenschaft noch führen? Eine durchaus mögliche Antwort präsentieren uns der Regisseur und die Drehbuchautoren zum Film Surrogates, die auf Grundlage des gleichnamigen Comics von Robert Venditti und Brett Weldele (2005/2006) die bereits existierende virtuelle Welt Wirklichkeit werden lassen.

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Wenig Aufregung um viel Hysterie

26. Jan 10: The XX live am 22. Januar 2010 im Astra Kulturhaus in Berlin | Martin Müller

Musik

Bereits zum zweiten Mal schauen die Newcomer des letzten Jahres in Berlin vorbei. Genau wie im Oktober 2009 war auch dieses Konzert in Windeseile ausverkauft. Doch deckte dies bei Weitem nicht den Bedarf der Hungrigen, so dass kurzerhand eine Midnightshow für denselben Abend angesetzte wurde. Da ich zu denen gehörte, die für die sogenannte Frühvorstellung zu spät dran war, musste ich mit der Spätvorstellung leben. Natürlich muss man sich gewahr werden, dass es um The XX eine regelrechte Hysterie gibt, die, wie so oft, ihren Ursprung in England nahm – ihrem Heimatland. Und niemand geringeres als die Institution in Sachen Musik, der NME (New Musical Express), kürte die Band als die Entdeckung des Jahres 2009. Es lässt sich daher auch nicht verhindern, dass diese Band unter einem enormen Druck steht. Dies war auch der Grund, warum The XX nunmehr nur noch zu dritt unterwegs sind. Baria (Gitarre) ist als Opfer dieses Drucks zu beklagen, doch der Rest hielt dem Druck stand und gab ein zwar nicht überwältigendes aber für die späte Stunde des Abends wackeres Konzert.

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