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Aus ‚pulp‘ mach Schund

22. Feb 10: Michael Winterbottoms Berlinale-Beitrag The Killer inside me | Dobrila Kontic

Kino & TV

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Eine der vielen Stärken von Fiktion ist es, uns als Zuschauer oder Leser Welten erleben und in Köpfe schauen zu lassen, die uns, sofern wir Glück haben, ansonsten verborgen bleiben. Geistig gestörte, sadistische Charaktere finden sich zuhauf in Literatur und Film, man denke an Humbert Humbert in Lolita oder Patrick Bateman in American Psycho. Ein ähnlicher Charakter steht auch in Michael Winterbottoms ‚pulp crime‘-Adaption The Killer inside me im Vordergrund. Leider verspielt der Film seine Chancen, indem er vor Deutlichkeit in der Charakterzeichnung zurückweicht – zugunsten von überdeutlichen Gewaltszenen.

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Love and Peace Woodstock!

19. Feb 10: Taking Woodstock - Der anrührende Film zum Geburtstag der Legende nun endlich auf DVD | Martin Müller

Kino & TV

Aus Anlass des 40-jährigen Jubiläums im Jahre 2009 des legendären Woodstock-Festivals wagte sich Oscar-Preisträger Ang Lee an einen anderen Blick auf diese Zeit und die scheinbar zufällige Entstehungsgeschichte des Festivals. Lee lehnt seinen Film Taking Woodstock an die wahre Geschichte von Elliot Tiber an, ohne dabei allzu genau zu sein. Wichtiger ist ihm in diesem Film die Atmosphäre des Aufbruches in eine von Bewusstseinserweiternden Mitteln unterstützte Befreiung und Emanzipation einer ganzen Generation an einem Wochenende im August. Wer aber meint, der Film verliert sich dabei in einer Darstellung Woodstock selbst, der irrt. Vielmehr steht die Geschichte aus dem Blickwinkel des 34-jährigen Elliot Teichberg im Vordergrund, wie er das Festival in den kleinen im nirgendwo befindlichen Ort Bethel im Staate New York holt und seiner Selbstfindung. Aus einem intimen Focus heraus schafft Ang Lee es, eine Komödie von besonderer Stimmung zu inszenieren.

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Die Schönheit der Melancholie

17. Feb 10: Massive Attack finden mit „Heligoland“ wieder zusammen | Martin Müller

Musik

Lange haben wir gewartet und es war nicht sicher, ob Massive Attack noch ein Album herausbringen. Das letzte 2003 erschienene „100th Window“ war bereits eine Alleinproduktion von Robert Del Naja („3D“). Nun fand sich zum neuen Album „Heligoland“ auch der alte Wegbegleiter und Mitbegründer von Massive Attack Grantley Marshall („Daddy G“) wieder im Studio ein. Del Naja meinte sogar in einem Interview, das es auch wieder Annäherungen an Tricky gibt und der Wunsch besteht, demnächst zusammen arbeiten zu wollen. Das weckt die Hoffnung, dass wir bald die vollständige Besetzung von Massive Attack erleben können. Doch vorerst tritt bei „Psyche“ und „Babel“ Martina Topley-Bird auf, die auch bei Trickys ersten Solowerk „Maxinquaye“ mitwirkte. Daneben holten sich Marshall und Del Naja u.a. Damon Albarn (Blur, Gorillaz ect.) und Guy Garvey (Frontmann von Elbow) ins Studio. Daraus entstand ein Album, das in die Grenzen des TripHops nicht mehr recht passen will, aber unverkennbar dem Massive Attack-Stil treu bleibt.

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16. Feb 10: Männer al dente (Mine vaganti) - Ferzan Ozpeteks amüsantes Gesellschaftsdrama | Jana Brinckmann

Kino & TV

Zum sechzigsten Mal lädt die Berlinale ein, sich von einem bunten Potpourri an Themen durch alle Genre mitreißen zu lassen. Einer der diesjährigen Preisanwärter für den Publikumspreis ist der italienische Film Mine vaganti vom türkisch-italienischen Regisseur und Drehbuchautor Ferzan Ozpetek, der eine Coming-Out-Geschichte zweier homosexueller Brüder aus gutem konservativen Hause erzählt. Aus diesem Zündstoff macht Ozpetek ein mit Situationskomik und rasantem Tempo angereichertes Drama, das nicht vor Klischees und Übertreibungen zurückschreckt.

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11. Feb 10: U2 3D – Der Live-Mitschnitt der Vertigo-Tour von 2006 in Südamerika | Martin Müller

Kino & TV

Dass U2 eine der eindrucksvollsten Livebands unserer Zeit sind, beweisen die Rekordsummen, die sie für jede ihrer Touren seit den Achtzigern verdienen. Sicherlich liegt es auch daran, dass sie neben horrenden Eintrittspreisen auch eine Show der Superlative liefern. Mit ihrer letzten 360° Tour im Jahr 2009 stellten sie mit ihrer 50 Meter hohen krakenartigen Bühne wiedermal alles in den Schatten, was die Welt bisher an Bühnenkonstruktionen gesehen hatte. Jetzt kommt der Mitschnitt der Vertigo Tour in 3D, der bereits 2008 nur in ausgewählten 3D-Kinos gezeigt wurde, auch in die regulären Kinos.

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09. Feb 10: Owen Palletts Album „Heartland” | Martin Müller

Musik

Man könnte sich bei diesem Werk in sämtliche Klischees verlieren und die Auffälligkeit in Bezug auf den scheinbaren Hang homosexueller Musiker zum Pomp bemühen, doch würde dies der Schönheit von „Heartland“ nicht gerecht. Sicherlich sind die Anleihen bei Antony, der den Kehlkopfgesang zur hohen Kunst stilisierte, und Rufus Wainwright mit seiner Exzentrik und Opulenz mehr als erkennbar. Dennoch schafft es Owen Pallett sich seinen eigenen Raum zu erobern. Mit seinem nunmehr dritten Studioalbum legt Pallett sein bisheriges Pseudonym Final Fantasy, benannt nach dem Videospiel, ab und tritt als sein eigener Schöpfer auf.

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