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Prestige und Potenzial

22. Jan 18: Eine Nachbetrachtung zu den Fantasy Filmfest White Nights 2018 in Berlin | Dobrila Kontić

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Nun fängt wirklich der Ernst des Lebens an – zumindest fürs Fantasy Filmfest. Im vergangenen Jahr hat das Festival für den fantastischen Film (Horror, SciFi, Thriller etc.) sein 30jähriges Bestehen gefeiert und steuert nun als immer besser besuchtes Publikumsfestival auf ein Luxusproblem zu: Der Horrorfilm, einst Kern-Genre des Festivals, wird immer vielfältiger und salonfähiger. Dementsprechend wird es vermutlich schwieriger, eine Filmauswahl zu treffen, die sowohl eingefleischte Genre-Fans als auch das sich mehrende ‚Prestige Horror‘-Publikum anzieht und zudem brandaktuell ist. Das Fantasy Filmfest kommt diesem Andrang entgegen, in dem es auf Masse setzt und seine Frequenz erhöht – statt sein Potenzial als Genre-Festival voll auszuschöpfen.

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Von Menschen und Monstern

10. Jan 18: Wissenschaftsjournalist Hubert Filser erkundet in Menschen brauchen Monster, was Monster und damit Menschen ausmacht | Dobrila Kontić

Literatur

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Sie lauern unter so manchem Kinderbett, werden in tiefen Seen ebenso wie in den höchsten Gebirgen gesichtet, bescheren uns als Figuren in Film und Literatur schlaflose Nächte und bezeichnen alles, was wir angsteinflößend oder abstoßend finden: Monster. Wissenschaftsjournalist Hubert Filser hat sich weder von der schieren Unbegrenztheit dieses Oberbegriffs noch von der umfassenden Kulturgeschichte dieses Phänomens abschrecken lassen und erklärt in seinem Sachbuch Menschen brauchen Monster, welche Funktionen Monster für uns erfüllen und was wir aus der Auseinandersetzung mit ihnen lernen können.

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Wunde für Wunde

27. Dec 17: Sehenswert, aber für einen Lanthimos-Film eher enttäuschend: The Killing of a Sacred Deer | Dobrila Kontić

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Was auch immer man nach der zweistündigen Vorstellung von Yorgos Lanthimos‘ Rachedrama The Killing of a Sacred Deer mitnehmen mag – allein für die Einstiegsszene lohnt sich der Gang ins Kino: Zu den schmerzerfüllten Klängen von Franz Schuberts Stabat Mater-Vertonung sehen wir ein bloßgelegtes Herz während einer Operation vor sich hin schlagen. Mit jedem Herzschlag wächst die Faszination für diese Gleichzeitigkeit von Kraft und Verwundbarkeit. Gleichermaßen steigt aber die Angst davor, dass es vor unseren Augen aufhören wird zu schlagen.

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Einmal um die eigene Achse geliebt

07. Dec 17: FRANZÖSISCHE FILMWOCHE 2017: Juliette Binoche strahlt über die Schlichtheit der Komödie Meine schöne innere Sonne locker hinweg | Dobrila Kontić

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Was tun, wenn das Leben nur noch flüchtige Romanzen und Kurzeit-Affären bereithält und die Hoffnung auf die wahre Liebe dahinsiecht? Seine Freunde vollheulen, lachen, sich aufregen, Hoffnung schöpfen, das ganze nochmal von vorn durchmachen und am Ende vielleicht doch noch was über sich selbst herausfinden. Das wäre auch schon der bescheidene Plot von Claire Denis‘ Meine schöne innere Sonne und ganz schön dürftig, wenn Juliette Binoche und Gérard Depardieu dem ganzen nicht so viel Charme einflößen würden.

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Freier Fall in die Finsternis

03. Dec 17: AROUND THE WORLD IN 14 FILMS: Lynne Ramsays Drama A Beautiful Day ist eine verstörende Glanzleistung | Dobrila Kontić

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Dass ein Film auf einem renommierten Festival wie Cannes von den Kritikern gefeiert und ausgezeichnet wurde, muss nicht unbedingt heißen, dass sich diese Begeisterung auch aufs Kinopublikum übertragen wird. Viel größer ist die Gefahr, dass die Erwartungen ins Unerfüllbare hochgeschraubt und anschließend unterlaufen werden – wie zum Beispiel beim etwas bemüht wirkenden The Square, dem diesjährigen Gewinner der Goldenen Palme. Doch die gestrige Vorstellung von Lynne Ramsays A Beautiful Day im Rahmen des Around the World in 14 Films-Festivals in Berlin zeigte, dass in den minutenlangen Standing Ovations von Cannes keinesfalls überreagiert wurde: Dieser Film ist auf unerwartete Weise brutal und mitreißend – und ein außergewöhnliches visuelles Erlebnis.

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Irritation statt Provokation

03. Dec 17: FRANZÖSISCHE FILMWOCHE 2017: Regisseurin Laetitia Masson diskutierte im Panel über die Situation von Drehbuchautorinnen und präsentierte anschließend ihre arte-Serie Ein Engel verschwindet | Dobrila Kontić

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Séries chéries hieß es am Freitagabend bei der Französischen Filmwoche in Berlin: Die so betitelte Diskussionsrunde versammelte fünf Drehbuchautorinnen und Serienmacherinnen in der Galerie des Institut Français. Unter anderem sprachen Annette Hess (Weissensee), Caroline Huppert (Pour Djamila) und Gabi Krieg (SOKO Wismar) mit dem Moderator Marcus Posimski über die Produktionsbedigungen und den nach wie vor geringen Frauenanteil bei der Serien-Regie. Als selbsternannte Provokateurin und Quotengegnerin gab sich dabei Laetitia Masson, Drehbuchautorin und Regisseurin der Mini-Serie Ein Engel verschwindet (im Januar auf arte zu sehen). Viel wichtiger als der Frauenanteil, seien die Geschichten, die erzählt würden und wie sie erzählt würden, erklärte sie und verwies auf ihre Vorliebe für unpopuläre, sozialkritische Themen. Diese Haltung steigerte die Neugier auf ihre im Anschluss präsentierte Serie. Und die Ernüchterung nach der Vorstellung.

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