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18. Feb 17: BERLINALE 2017 – PANORAMA DOKUMENTE: Raoul Pecks konstruktiver Dokumentarfilm I Am Not Your Negro | Dobrila Kontić

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„Ich mache keine Filme über die Vergangenheit, ich mache Filme für die Zukunft“, sagte der haitianische Regisseur Raoul Peck auf einer Veranstaltung des Berlinale Talent Campus über seine beiden hier präsentierten Filme Der junge Karl Marx und I Am Not Your Negro. Vor allem auf letzteren trifft dies unbedingt zu. Es ist ein dokumentarischer Essay über ein unvollendet gebliebenes Buchprojekt des afroamerikanischen Schriftstellers James Baldwin (1924-1987) – und zugleich eine Abhandlung über die Wurzeln des Rassismus in Amerika und konstruktive Ansätze für seine Überwindung.

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Hätten sie in den Party-Knigge geschaut…

16. Feb 17: BERLINALE 2017 – WETTBEWERB: Sally Potter zeigt in The Party, was keine guten Gesprächsthemen für eine Feier sind | Dobrila Kontić

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Dass diese Feier eine unschöne Wendung nehmen wird, eröffnet uns The Party gleich zu Beginn, als Kristin Scott Thomas im Türrahmen steht und uns mit einer Knarre bedroht. In schwarz-weiß, Echtzeit und mit viel Dialogwitz entlarvt Regisseurin Sally Potter, zu welchen Lügen und Selbsttäuschungen Menschen greifen, um ihre Ideale aufrechtzuerhalten. Nicht nur Politiker.

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Gefangen in Berlin

15. Feb 17: BERLINALE 2017 – PANORAMA: Cate Shortlands intensiver Psychothriller Berlin Syndrome | Dobrila Kontić

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DDR-Plattenbauten, Street Art, Flohmarkt-Fundstücke – viele junge, nicht-europäische Backpacker schätzen Berlin, weil hier Geschichtsträchtigkeit und urbane Hipness unerwartet aufeinandertreffen. So auch die junge Australierin Clare (Teresa Palmer), die ein paar Tage verweilen und die besondere Atmosphäre von Kreuzberg mit ihrer Kamera festhalten will. An einer Ampel am Kottbusser Tor begegnet sie dem Lehrer Andi (Max Riemelt), als dem gerade seine Supermarkt-Erdbeeren aus der Hand zu fallen drohen. Doch was wie der Beginn einer Liebesgeschichte anmuten könnte, ist in Cate Shortlands Berlin Syndrome nur der Auftakt eines wirklich intensiven Psychothrillers.

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Jelena beschließt zu sterben

14. Feb 17: BERLINALE 2017 – PANORAMA: Bojan Vuletićs Requiem for Mrs. J. (Rekvijem za gospodju J.) | Dobrila Kontić

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Nur wenige Einstellungen braucht dieser Film, um die Ausgangslage zu etablieren: Aufnahmen aus den Zimmern einer altmodisch eingerichteten und etwas verwahrlosten Wohnung und schließlich vom Küchentisch. An diesem sitzt die 52jährige Jelena (Mirjana Karanović) und baut eine Pistole zusammen. Seit einem Jahr ist sie Witwe und nicht einmal ihre zwei bei ihr lebenden Töchter können sie über die Trauer hinwegtrösten, die zur handfesten Depression geworden ist. Fünf Tage gibt sie sich noch Zeit, den Papierkram und notwendige Besorgungen zu erledigen, bevor sie ihrem Leben ein Ende setzen will.

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Rauschmittel Nostalgie

12. Feb 17: BERLINALE 2017 – WETTBEWERB außer Konkurrenz: Danny Boyles T2 Trainspotting | Dobrila Kontić

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Als nach jahrelangen Andeutungen Ende 2015 schließlich öffentlich wurde, dass es eine Fortsetzung von Danny Boyles Trainspotting (1996) geben würde, pendelten die Reaktionen zwischen zögerlicher Vorfreude und ängstlicher Distanz. Vor allem diejenigen, die als Jugendliche das Original gesehen haben und sich für seine einzigartige Darstellungsweise von Rausch, Elend und ‘Lust for Life‘ begeisterten, konnten sich eine würdige Wiederaufnahme der Geschichte um Rent Boy, Spud, Sick Boy und Begbie kaum vorstellen. Doch Danny Boyle hatte mehr im Sinn als ein Sequel, das uns vor Augen führt, was aus den Figuren von einst geworden ist. T2 Trainspotting ist ein Film, der sich der Mischung aus Wehmut und Fassungslosigkeit widmet, mit der wir uns an unsere Jugend zurückerinnern.

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Auferlegte Torschlusspanik

11. Feb 17: BERLINALE 2017 – FORUM: Menashe erzählt von einem Außenseiter in einer ultra-orthodoxen jüdischen Gemeinde in New York | Dobrila Kontić

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Sie sprechen jiddisch, die Frauen bedecken ihr Haar mit Perücken, die Männer haben lange Bärte und Schläfenlocken – im Borough Park in Brooklyn, New York, ist eine der größten jüdisch-orthodoxen Gemeinden außerhalb Israels beheimatet. Hier, unter einer nach strengen religiösen Vorschriften lebenden chassidischen Gemeinde, spielt Joshua Z Weinsteins Menashe. Ein stilles Drama, das aufzeigt, wie erdrückend und ausweglos ein Leben in dieser von der Außenwelt scheinbar komplett isolierten Glaubensgemeinschaft sein kann.

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